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Raffinierter Zucker: Das passiert, wenn Sie eine Zeit lang darauf verzichten

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Von: Anna Katharina Küsters

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Besonders an Feiertagen wie Ostern essen wir viel Schokolade. Der darin enthaltene raffinierte Zucker ist aber nicht immer gesund und fördert Entzündungen.

Bonn – Zum Frühstück eine Scheibe Toastbrot mit ordentlich Schokocreme bestreichen, zum Kaffee ein paar Kekse und nach dem Mittagessen noch ein Pudding oder ein Stück Kuchen – im Alltag haben wir viele Gelegenheiten, unseren Körper mit Zucker zu versorgen. Die direkten Auswirkungen von raffiniertem Zucker fallen einem nicht sofort auf, Symptome wie Übergewicht, Entzündungen und Diabetes entwickeln sich schleichend über Jahre hinweg. Wer eine Zeit lang auf raffinierten Zucker verzichtet, stellt schnell starke Veränderungen fest.

Raffinierter Zucker: Das passiert, wenn Sie eine Zeit lang darauf verzichten

Raffinierter Zucker ist Weißzucker und zwar die reinste und qualitativ hochwertigste Form unter den Zuckern. Das klingt auf den ersten Blick sehr gut, lässt aber unter den Tisch fallen, dass Zucker in großen Mengen Krankheiten auslösen kann. Hersteller gewinnen raffinierten Zucker aus Zuckerrüben und Zuckerrohr, letztlich handelt es sich um Saccharose, also einem Zweifachzucker. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt bei einer Energiezufuhr von 2.000 kcal pro Tag maximal 50 Gramm Zucker. Allerdings schließt diese Empfehlung nicht nur Saccharose-Zucker mit ein, sondern auch Monosaccharide und Polysaccharide sowie natürlich vorkommende Fructose. Zucker ist also per se nicht schädlich, er ist sogar in den meisten Fällen vegan*. Allerdings ist die Menge wie so oft auch hier entscheidend, wenn es um seine Wirkung geht.

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Den Zucker-Grenzwert überschreiten viele Menschen besonders an Feiertagen wie Ostern oder Weihnachten sehr schnell. Die Folgen von zu viel Zucker im Essen und Trinken in Kombination mit wenig Bewegung sind vielseitig. Krankheiten, die dadurch entstehen können, sind zum Beispiel:

Ab und an auf Zucker zu verzichten oder die Süßigkeiten mal im Regal liegen zu lassen, hilft dem Körper also in jedem Fall. Wer längere Zeit Zucker weglässt, der spürt sehr bald deutliche Veränderungen an seinem Körper. Denn Zucker bringt ein nicht zu verachtendes Sucht-Potenzial mit sich.

Raffinierter Zucker: Auf Zucker-Entzug

Der Sucht-Mechanismus, den Zucker und fetthaltige Lebensmittel auslösen, ist mittlerweile wissenschaftlich gut belegt. Essen wir beispielsweise ein Stück Schokolade, geht sofort ein Signal ins Gehirn, das eine erhöhte Dopamin-Ausschüttung verursacht. Dopamin ist auch als Glückshormon bekannt, wir fühlen uns also besser. Wer ständig Süßigkeiten isst, gewöhnt seinen Körper allerdings an die regelmäßige Dosis und braucht mehr, bis sich das Glücksgefühl einstellt. Ein Kreislauf, den manche Menschen nur noch schwer durchbrechen können.

Zu sehen sind viele gestapelte, weiße Zuckerwürfel. (Symbolbild)
Menschen sollten raffinierten Zucker nur in Maßen essen. (Symbolbild) © badboyDT7/Imago

Bei einer Zucker-Diät merken Menschen deswegen auch recht schnell, dass ihr Blutzuckerspiegel sinkt und das Verlangen nach süßen Speisen erst mal stark zunimmt. Die Phase dauert ein paar Tage an, an denen die Laune durch den Zuckerentzug vorerst in den Keller sackt und Kopfschmerzen und Schlappheit dazu kommen kann. Auf der Zunge kann ein weißer Belag entstehen, gepaart mit Mundgeruch. Wer die ersten Tage aber durchhält, der kann nach etwa einer Woche eine Wendung zum Guten feststellen. Der Drang nach Süßem schwindet mit jedem Tag mehr, mit der Zeit werden auch die überflüssigen Fettpolster an den Hüften weniger, denn der Körper holt sich seine Energie aus den Fettreserven. Die Haut wird besser, das Haar glänzt mehr und die Müdigkeit und Abgeschlagenheit schlägt um in Energie und Tatendrang.

Natürlich ist es im Alltag nicht leicht, immer auf Zucker zu verzichten. Einfach essen gehen im Restaurant nebenan ist nicht möglich, das Kochen will genaustens geplant sein. Doch der Aufwand lohnt sich und mittlerweile gibt es viele Rezepte, sich Leckereien wie Kuchen auch ohne Zucker zu backen. Auf Dauer lohnt es sich auch, auf natürlichen Zucker zu setzen und nur auf raffinierten Zucker zu verzichten – dann ist Süßen mit Honig beispielsweise ohne Probleme möglich. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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