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Hungrig oder schon satt? Expertin erklärt, wie Sie intuitiv essen und dabei abnehmen

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Von: Juliane Gutmann

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Wer auf seine Bedürfnisse hört und nur dann isst, wenn Hunger aufkommt, bekommt ein besseres Gefühl für den eigenen Körper. Doch intuitives Essen ist nicht für jeden geeignet.

Sie essen nur dann, wenn Sie hungrig sind? Dann zählen Sie zu den intuitiven Essern, die auf Ihr Bauchgefühl hören. Doch kann dieser Ansatz gesünder sein als eine gewohnte Tagesroutine mit drei festen Mahlzeiten? Die Antwort hängt von den individuellen Bedürfnissen eines Menschen ab. So kann eine geregelte Essensroutine viel Sinn ergeben. Etwa wenn gemeinsame Mahlzeiten mit Kollegen, Freunden und Familie als essenziell wichtig erachtet werden. Oder im Fall einer Essstörung, dann muss vom Konzept des „intuitiven Essens“ abgeraten werden.

Wer gesund ist, ein paar Kilos verlieren und seine Ernährungsgewohnheiten zum positiven hin verändern möchte, für den ist intuitive Ernährung ein Versuch wert. Diese Meinung vertritt die klinische Psychologin und Gesundheitspsychologin Cornelia Fiechtl.

Junge Frau sitzt in einem Café, isst in der Pause Kuchen und schaut aus dem Fenster
Sie essen nur, wenn Ihnen der Magen knurrt? Dann sind Sie ein intuitiver Esser. © Aleksei Isachenko/Imago

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Intuitives Essen: Lernen Sie, wann Sie Hunger oder einfach nur Lust auf Süßes haben

Wer sich intuitiv ernährt, lernt, die Signale des Körpers wahrzunehmen. Dadurch entwickeln viele ein besseres Körpergefühl und das Kalorienzählen rückt in den Hintergrund. Das Prinzip ist einfach: Gegessen wird, wenn man Hunger verspürt und der Teller wird beiseite gestellt, wenn man satt ist – selbst wenn noch die Hälfte des Hauptgerichts auf dem Teller liegt. Entwickelt wurde das Konzept des „Intuitiven Essens“ 1995 von den Ernährungswissenschaftlerinnen Evelyn Tribole und Elyse Resch.

„Man lernt, aus dem Bauch heraus zu spüren: Habe ich gerade Hunger oder nicht? Zu welchen Zeiten habe ich meistens Hunger? Wie groß ist der Hunger und was braucht mein Körper gerade – etwas Süßes, Salziges, Warmes oder Kaltes?“, wird die Gesundheitspsychologin Cornelia Fiechtl auf den Seiten des Business Insider zitiert. Eine Herausforderung dabei sei, zwischen Hunger, Appetit und Heißhunger zu unterscheiden, so Fiechtl.

Gesunde Lebensmittel bevorzugen – und Stressessen vermeiden

Wer intuitiv isst, darf grundsätzlich alles verspeisen. Doch man sollte immer auf eine ausgewogene Ernährung achten, empfehlen Ernährungsmediziner. Dazu zählt, dass Genussmittel wie Süßigkeiten und Fast Food nur selten gegessen werden. Als gesund und unbedenklich gelten dagegen zum Beispiel Vollkornprodukte, Gemüse und Hülsenfrüchte.

Obwohl „intuitives Essen“ nicht als Schlankheitskur angesehen wird, kann es auch hier zu Heißhungerattacken kommen. „Hier gilt es, die Ursachen herauszufinden und vorzubeugen“, so Gesundheitspsychologin Cornelia Fiechtl dem Business Insider zufolge. Denn oftmals würden emotionale Gründe hinter Heißhunger stecken, etwa Stress. Diesem solle man besser mit Entspannungsübungen wie Atemtechniken begegnen, so Fiechtl.

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