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Altersforschung: Nina Ruge erklärt, welche Ernährung eine verjüngende Wirkung haben soll 

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Von: Juliane Gutmann

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So lange wie möglich leben: der Wunsch vieler Menschen. Dafür kann man so einiges tun. Vor allem eine Ernährungsregel soll lebensverlängernd wirken, so Nina Ruge.

Die meisten kennen sie als ehemalige Moderatorin des ZDF-Formats Leute heute. Heute widmet sich Nina Ruge als studierte Biologin und ehemalige Biologie-Lehrerin dem gesunden Älterwerden. In ihren Büchern befasst sich die 66-Jährige unter anderem mit der Frage, wie wir länger jung und gesund bleiben können. Im Podcast Apokalypse & Filterkaffee: Heimspiel vom 16. Oktober 2022 erklärte Ruge im Interview mit Podcast-Moderator Wolfgang Heim, welche Faktoren unseren Alterungsprozess positiv wie negativ beeinflussen.

Nina Ruge bei der 17. Verleihung der Best Brands Awards 2020 im Hotel Bayerischer Hof.
Nina Ruge ist studierte Biologin und befasst sich seit vielen Jahren wissenschaftlich mit dem Thema „gesunde Langlebigkeit“. (Archivbild) © Alexander Pohl/Imago

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„Ich beschreibe das immer mit der Langlebigkeitspyramide“, so Nina Ruge auf die Frage, welche Faktoren nachweislich länger jung halten. Der breite Sockel werde von den Lebensstilfaktoren gebildet, so Ruge. Ernährung, Bewegung, Schlaf und mentale Fitness zählt sie hier auf. Wer in diesen Bereichen konsequent und möglichst frühzeitig auf ein gesundes Maß achte, der nehme immens Einfluss auf den eigenen Alterungsprozess, so Ruge. Als zweite Pyramidenstufe nennt Ruge Nahrungsergänzungsmittel. Die Pyramidenspitze wird gebildet vom Forschungsfeld der Langlebigkeitstherapien und Medikamente, die den Alterungsprozess verlangsamen sollen.

Länger leben durch bewusste Ernährung – und Verzicht

Nina Ruge zufolge kann man selbst viel tun, um das eigene Leben zu verlängern. Ein wissenschaftlich nachgewiesener lebensverlängernder Faktor ist die sogenannte Calorie Restriction (CR), was übersetzt „Kalorienreduktion“ bedeutet. „Die Studien zeigen alle, wenn du weniger isst, als du Hunger hast, lebst du länger“. Das gelte nicht nur für Menschen, sondern im Grunde auch für alle andere Organismen. Durch Kalorienreduktion teilen sich die Zellen langsamer und die Reparaturenzyme haben mehr Zeit, die menschliche DNA zu reparieren, so Ruge. Auf diese Weise reduziere CR das Risiko von Mutationen, die Krebs verursachen können. Nina Ruge rät deshalb, aufzuhören zu essen, bevor man satt ist und sich „nicht vollzustopfen“.

Im Interview mit der Zeitschrift Elle antwortete Nina Ruge auf die Frage, was sie im Bereich Altersforschung gerne schon früher gewusst hätte: „Welche Bedeutung Intervallfasten für die gesunde Langlebigkeit haben kann. Vegetarisch ernähre ich mich seit 20 Jahren, lasse konsequent Zucker weg, (...) aber Intervallfasten kam erst mit der intensiven Auseinandersetzung zu meinen aktuellen Büchern in mein Leben“.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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