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Alzheimer-Studie: Neue Therapie soll Gedächtnis Demenzkranker verbessern

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Von: Judith Braun

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Bislang gibt es keine Medikamente gegen Alzheimer. Forscher haben nun in einer Studie jedoch mögliche Therapieansätze für die Zukunft entwickelt.

Alzheimer ist die am häufigsten auftretende Demenzform. Zwei Drittel der Demenz-Erkrankten leiden unter Morbus Alzheimer, die an bestimmten Anzeichen erkennbar ist. Mit der Zeit verschlimmert sich das Leiden und Alzheimer-Patienten durchlaufen während ihrer Erkrankung in der Regel sieben unterschiedliche Stufen. Bislang gibt es keine Medikamente, die den Verlauf der Krankheit aufhalten können. Die Erkenntnisse einer Studie machen nun allerdings Hoffnung: Demnach könnte eine neue Therapie die Gedächtnisleistung bei Betroffenen verbessern.

Alzheimer: Neue Therapie soll Gedächtnisleistung verbessern können

älterer Mann
Bei etwa zwei Drittel der Demenz-Fälle handelt es sich um Alzheimer. © ZUMA Press/IMAGO

Bei Alzheimer handelt es sich um eine unheilbare Störung des Gehirns. Mit der Zeit sterben Nervenzellen ab und Betroffene werden zunehmend vergesslich, orientierungslos und verwirrt. Der für die Krankheit typische Gedächtnisverlust wird dadurch erklärt, dass bei Patienten die Bildung neuer Nervenzellen, auch adulte Neurogenese genannt, gestört ist. Die adulte Neurogenese findet vor allem im Hippocampus statt – dem Teil des Gehirns, wo auch das Gedächtnis sitzt. US-amerikanischen Forschern ist es nun allerdings gelungen, bei ausgewachsenen Mäusen mit Morbus Alzheimer die Bildung neuer Nervenzellen im Gehirn anzuregen, wodurch sich die Gedächtnisleistung schließlich verbessern lässt.

Für ihre im Fachmagazin Cell Stem Cell veröffentlichten Studie nahm das Forscherteam um die Professorin Juan Song von The University of North Carolina zwei genetische Anpassungen des supramamillären Nukleus, einem bestimmten Hirnareal, vor. Dabei wurde durch eine Gentherapie zunächst die Bildung neuer Hirnzellen im Hippocampus der Mäuse angeregt. Durch das neue Gen wurden die Nervenzellen dazu veranlasst, ein bestimmtes Sehpigment auf ihrer Oberfläche zu bilden. Danach folgte eine weitere Anregung durch eine Lichtsonde, die in das Gehirn eingeschoben wurde. Schließlich nahm somit die Anzahl der Nervenzellen zu. Außerdem wurden die neu gebildeten Nervenzellen über eine zweite Gentherapie im einem weiteren Schritt aktiviert. Mithilfe der Therapie vermehrte sich so ein bestimmtes Enzym, das essenziell für das Gedächtnis ist, in den Nervenzellen.

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Neue Studie: Gedächtnis verbesserte sich in Tierversuch – Ergebnisse bedingt auf Menschen übertragbar

Wie die Ergebnisse der Studie zeigten, waren die Wissenschaftler mit ihrer Behandlung erfolgreich. Denn die Mäuse erkannten Gegenstände in ihrem Käfig wieder. Außerdem waren sie bei den Experimenten weniger ängstlich. Zudem begannen bestimmte Abwehrzellen im Gehirn durch die Therapie, die schädlichen Proteinablagerungen Beta-Amyloide abzubauen. Diese gelten nicht nur als Hauptauslöser von Alzheimer, sondern auch von anderen Demenzformen.

Allerdings ist die Therapie nicht einfach auf den Menschen übertragbar, da teilweise das Erbgut verändert werden müsste. Da die Neurogenese jedoch in gewissem Maße auch noch bei Erwachsenen stattfindet, erhoffen sich die Autoren der Studie einen ähnlichen Effekt beim Menschen durch eine tiefe Hirnstimulation. Ein sogenannter Hirnschrittmacher wird auch bereits bei Parkinson erfolgreich klinisch eingesetzt. Da der vollständige Therapieansatz jedoch noch nicht reif für die klinische Anwendung bei Menschen ist, seien weitere Experimente an größeren Tieren als nächster Schritt notwendig.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteuren und Redakteurinnen leider nicht beantwortet werden.

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