Auch Ihre Sonnenbrille könnte wirkungslos sein: Wie Sie Ihre Augen vor Sonnenbrand schützen

Wer den täglichen UV-Index im Blick hat und wenige Regeln beim Kauf einer Sonnenbrille beachtet, bewahrt seine Augen vor einem Sonnenbrand.
Auch auf den Augäpfeln kann sich Sonnenbrand bilden. Daher ist es enorm wichtig, dass die Augen vor UV-Strahlen geschützt werden – und das nicht nur im Hochsommer. Der Berufsverband der Augenärzte hat darauf hingewiesen, dass Augen auch bereits im Frühling unter starkem Sonnenlicht leiden können. Bei fehlendem Sonnenschutz kann ein Augensonnenbrand die Folge sein, auch Photokeratitis genannt. Eine schmerzhafte Erfahrung, die zu akuten und langfristigen Schäden führen kann.
Symptome und Folgen eines Augensonnenbrands
Ein Augensonnenbrand tritt einige Stunden nach intensiver Sonneneinstrahlung auf. Laut Bundesverband der Augenärzte ist diese Form des Sonnenbrands mit starken Schmerzen, geschwollener Bindehaut, vorübergehender Sehminderung und tränenden Augen verbunden. In der Regel würden die Symptome aber innerhalb von acht bis zwölf Stunden abklingen. Augensalben und Augentropfen können den Heilungsprozess unterstützen. Trotzdem sollte man einen Augensonnenbrand unbedingt vermeiden, denn wenn dieser wiederholt vorkommt, drohen langfristige Schäden.
Wer seine Augen zu häufig ungeschützt der Sonne aussetzt, riskiert dauerhafte Schäden der Netzhaut. Das kann so weit führen, dass man an Sehkraft verliert. Auch Veränderungen der Bindehaut und die Entwicklung von Grauem Star sind mögliche Folgen. In extremen Fällen kann sogar Hautkrebs an der Augenoberfläche und den umliegenden Hautpartien entstehen, wie die Apotheken Umschau informiert.
Wie Sie Ihre Augen effektiv vor der Sonne schützen
- Achten Sie auf den UV-Index: Dieser kann als Indikator betrachtet werden, ab wann Sonnenbrille und/oder Hut getragen werden sollten. Ab einem Wert von 3 ist die Sonnenstrahlung so intensiv, dass die Augen geschützt werden sollten. Viele Wetter-Apps bieten Informationen zum aktuellen UV-Index. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) stellt online einen kostenlosen Überblick zur Verfügung.
- Zur Sonnenbrille greifen: Hier gilt: Nicht alle Modelle bieten ausreichenden Schutz vor UV-Strahlung. Der Berufsverband der Augenärzte empfiehlt, auf die Kennzeichnung „UV 400“ zu setzen. Auch das Bundesamt für Strahlenschutz rät, unbedingt auf diese Kennzeichnung zu achten. Sie gewährleiste, dass die gesamte UV-Strahlung bis 400 Nanometer durch die Sonnenbrille gefiltert werde. Eine effektive Sonnenbrille sollte außerdem nicht nur von vorne, sondern auch von der Seite Schutz bieten. Die Tönung der Brille, auch Blendschutz genannt, sollte im Alltag der Kategorie zwei oder drei entsprechen, informiert die Apotheken Umschau. Zwar können auch farbige Gläser über einen ausreichenden UV-Schutz verfügen, aber das Bundesamt für Strahlenschutz empfiehlt braune oder graue Gläser. Diese Färbungen seien für gutes Sehen ideal. Blau- und Rottönung dagegen beeinträchtigen die Kontrastwiedergabe und das scharfe Sehen.
- Sie möchten keine Sonnenbrille tragen? Ein Sonnenhut oder eine Schirmmütze können ebenfalls effektiven Schutz bieten.
- Nicht in die Sonne schauen: Es mag selbstverständlich klingen, aber es ist wichtig zu betonen: Schauen Sie niemals direkt in die Sonne. Dies kann zu schwerwiegenden und dauerhaften Schäden an der Netzhaut führen.
Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

