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Blutdruck-senkende Betablocker nicht einfach absetzen: Herzinfarkt kann einen Folge sein

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Von: Natalie Hull-Deichsel

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Bluthochdruck-Patienten sollten ihren Betablocker nicht ohne ärztliche Absprache absetzen. Dadurch kann Herzrasen oder sogar ein Herzinfarkt ausgelöst werden.

Experten sprechen von Bluthochdruck, wenn der Blutdruck mindestens 24 Stunden über einem systolischen sowie diastolischen Wert von 140 zu 90 mmHg liegt. Warnzeichen von Bluthochdruck sind jedoch für Betroffene häufig nicht zu spüren oder deutbar, wie auch eine Bluthochdruck-Patientin direkt beschreibt. Das macht das regelmäßige Blutdruck-messen beim Arzt, in der Apotheke oder zu Hause umso wichtiger. Je besser Betroffene ihre Blutdruck-Werte kennen und wenn nötig eine medikamentöse Therapie erhalten, desto eher kann Folgeschäden wie Schlaganfall und Herzinfarkt vorgebeugt werden. Wer einen Betablocker zur Senkung des Blutdrucks einnimmt, sollte diesen bei Nebenwirkungen oder aus anderen Gründen nicht einfach selbstständig absetzen. Wichtig ist, dies immer in Absprache mit dem behandelnden Hausarzt oder Kardiologen zu tun.

Blutdruck senken: Welche Therapien gibt es?

Betablocker-Tabletten auf einem EKG-Ausdruck
Blutdrucksenkende Medikamente wie Betablocker sollten nie selbstständig ohne Absprache mit dem Arzt abgesetzt werden. (Symbolbild) © imagebroker/Imago

In Deutschland leben ca. drei Millionen Menschen mit Bluthochdruck, etwa jeder Dritte ist betroffen. Über 30 Prozent der Betroffenen wissen nichts von ihrer Erkrankung – warum ist das so? Bluthochdruck macht keine oder nur unspezifische Symptome. „Man sieht ihn nicht und spürt ihn nicht, das ist das Tückische am hohen Blutdruck. Deswegen wird der Bluthochdruck auch ‚stiller Killer‘ genannt“, wie Prof. Dr. med. Thomas Eschenhagen, Mitglied im wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung und Leiter des Instituts für Experimentelle Pharmakologie und Toxikologie der Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf, gegenüber der Deutschen Herzstiftung beschreibt. Bluthochdruck ist tatsächlich der Risikofaktor Nummer 1 für Schlaganfall und Herzinfarkt.
88 Prozent der Betroffenen, die von ihrem Bluthochdruck wissen, lassen sich behandeln, so die Deutsche Herzstiftung. Über Dreiviertel der Patienten erreichen durch die Therapie auch Blutdruckwerte im Normbereich.

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Kann der Blutdruck alleine durch einen angepassten Lebensstil mit viel Bewegung und gesunder, mediterraner Ernährung nicht unter einen Wert von 140 zu 90 mmHg gebracht werden, kommen meistens Medikamente, sogenannte Antihypertensiva, zum Einsatz. Diese sind verschreibungspflichtig und werden durch den behandelten Arzt verordnet. Präparate, die laut Deutsche Herzstiftung bei Bluthochdruck zur medikamentösen Therapie eingesetzt werden, sind:

Betablocker absetzen: Was bei Bluthochdruck und Herzschwäche zu beachten ist

In vielen Fällen wird zu Beginn einer Blutdruck-Behandlung mit einer kleineren Dosis an Betablocker gestartet und diese allmählich erhöht. Dadurch können mögliche Nebenwirkungen reduziert oder vermieden werden. Gleiches gilt zum Abschluss einer Therapie mit Betablocker: Die Tabletten sollten auf Empfehlung des Arztes nie von jetzt auf gleich abgesetzt, sondern ausgeschlichen werden. Dabei wird die ursprüngliche abendliche Dosis nach und nach über Wochen bis auf null reduziert. Erst dann sollten Sie die Betablocker vollständig absetzen, wie es bei Focus Online Praxistipps beschrieben ist.

Ein abruptes Absetzen der blutdrucksenkenden Medikamente kann schwere Nebenwirkungen wie Herzrhythmusstörungen, rapiden Anstieg des Blutdrucks oder auch Herzrasen zur Folge haben. Personen mit einer Herzschwäche oder einem vermindert durchbluteten Herzmuskel (Angina Pectoris) können durch plötzliches Absetzen von Betablockern sogar einen Herzinfarkt erleiden. Je höher die ursprünglich eingenommene Dosis der Betablocker war, desto höher ist auch das Risiko, dass es zu Nebenwirkungen kommen kann, so Focus Online weiter. Gründe für das Absetzen des Betablocker können Nebenwirkungen des Medikaments durch die Einnahme, ein Medikamentenwechsel oder eine zeitlich begrenzte Therapie sein.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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