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Coronatheorien von Forschern: Wen es erwischt und wer verschont bleibt

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Von: Sven Trautwein

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Viele Menschen infizieren sich beim ersten Kontakt mit dem Coronavirus. Andere stecken sich nicht an. Forscher haben hierfür verschiedene Erklärungen.

München – Eine Infektion mit dem Coronavirus scheint für manche wie in einem Glücksspiel zu sein. Während sich Geboosterte erneut bei einem Erstkontakt mit Covid-19 anstecken, geht es an anderen nahezu spurlos vorbei. Forscher weltweit haben Daten zusammengetragen und einige Hypothesen entwickelt, woran es liegen kann.

Corona: Vier Theorien, die für oder gegen eine Infektion sprechen

Forscher haben unterschiedliche Theorien, wer sich mit Corona infiziert und wer von Covid verschont bleibt.
Coronatheorien von Forschern: Wen es erwischt und wer verschont bleibt. (Symbolbild) © Fotostand/IMAGO

Immer noch landen viele Menschen auf den Intensivstationen weltweit, auch wenn die Verläufe meistens milder ausfallen als zu Pandemiebeginn. Virologen und Immunologen stehen weiterhin vor einem Rätsel, warum sich manche Menschen, sogar mehrfach, mit Corona infizieren. Andere, die Kontakt selbst zu Infizierten hatten, erkranken nicht. Betrachtet man die gesammelten Erkenntnisse, haben sich vier Theorien herauskristallisiert.

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Corona-Infektion: Diese Theorien verfolgen Wissenschaftler

Auch wenn vieles noch nicht geklärt scheint, haben Wissenschaftler diese Theorien herausgearbeitet:

Corona-Theorien: Unbemerkt infiziert und das Immunsystem

Bei dreifach-geimpften Personen ist es oft vorgekommen, dass sie sich unbemerkt infiziert hatten. Ganz vermeiden ließ sich das nicht. Die Viruslast ist jedoch so gering, dass ein Schnelltest nicht anschlägt. Die Personen spüren keine oder nur ganz leichte, schnupfenähnliche Symptome.

Das Immunsystem ist von Mensch zu Mensch individuell. Bei manchen Menschen arbeitet das körpereigene Abwehrsystem besser als bei anderen. Forscher sehen Hinweise, dass im Lebensverlauf aufgebaute Abwehrzellen gegen neue Coronaviren mehr ausrichten und somit größeren Schutz bieten.

Corona: Welche Rolle spielt die Blutgruppe und die Tageszeit?

Unser Immunsystem schwankt von Tag zu Tag. Fühlen wir uns ausgeruht und entspannt, haben angreifende Viren es oftmals schwerer, etwas auszurichten. Sind wir jedoch durch Vorerkrankung oder auch Schlafmangel nicht so widerstandsfähig, gelingt es dem Coronavirus leichter, sich im Körper zu vermehren und Schaden anzurichten.

Die genetischen Unterschiede beschäftigen auch hier die Forscher. Bisher wurden rund 15 Genabschnitte entdeckt, die Einfluss auf unser Immunsystem haben. Von großem Interesse ist der Genabschnitt, der über die Blutgruppe entscheidet. Es sieht danach aus, dass Menschen mit der Blutgruppe 0 sich seltener mit dem Coronavirus infizieren. Französische Forscher sind zu dem Schluss gekommen, dass sich diese Gruppe schwerer infiziert, aber eine Infektion sehr leicht weitergeben kann.

Professor Carsten Watzl von der TU Dortmund hatte sich kürzlich auch dazu geäußert, warum manche an Covid erkranken und andere nicht. Dieses Thema dürfte Forscher weltweit noch eine Zeitlang beschäftigen. Nach Auswertung vieler Daten ist eine Infektion auch von der Viruslast abhängig. Hier bieten Masken und Abstand weiterhin den besten Schutz.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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