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Long Covid bei Kindern: Trotz symptomfreiem Verlauf möglich

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Von: Judith Braun

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Auch Kinder können nach einer Corona-Infektion an Long Covid erkranken. Welche Symptome dann auftreten und wie Eltern ihre Kinder schützen können.

Aktuelle Studien lassen vermuten, dass gesundheitliche Langzeitfolgen nach einer Corona-Infektion häufiger und länger auftreten als bei anderen Viruserkrankungen wie zum Beispiel der Influenza. Dabei sind nicht nur Erwachsene von Long Covid betroffen. Bisweilen leiden auch Kinder noch lange nach der Infektion unter Kurzatmigkeit, Erschöpfung oder Konzentrationsproblemen – selbst wenn ihre Covid-19-Erkrankung symptomfrei verlief. Wie erkennt man mögliche Anzeichen und wie schützt man sein Kind am besten vor Long Covid?

Long Covid bei Kindern: Trotz symptomfreien Verlauf möglich

Ein krankes Kind liegt auf dem Foto und eine Mutter hält den Kopf.
Ältere Kinder und Jugendliche haben ein höheres Risiko, an Long Covid zu erkranken, als jüngere Kinder. (Symbolbild) © Ute Grabowsky/photothek.de/IMAGO

Zwar sind Kinder seltener von schweren Covid-19-Verläufen betroffen, allerdings kann auch bei ihnen das Phänomen Long Covid auftreten. Zu den Symptomen zählen genau wie bei Erwachsenen Konzentrations- und Gedächtnisprobleme, Kurzatmigkeit, körperliche Erschöpfung bzw. Fatigue, Schlafstörungen, Geschmack- und Geruchsstörungen sowie Muskels- und Gelenkschmerzen.

Doch die Symptome sind nicht immer eindeutig zuzuordnen und ähneln dabei manchmal sogar den Symptomen einer Diabetes-Erkrankung. Da Kinder oft symptomfrei an Covid-19 erkranken, fällt das Erkennen von Long Covid schwerer. Schließlich können die Symptome auch Folgen der Pandemie sein, in der sie Schulschließungen und Kontaktbeschränkungen ausgesetzt waren. Diese Belastungen können ähnliche Symptome wie Long Covid hervorrufen. Bei manchen Kindern ist das Risiko für Langzeitfolgen jedoch höher als bei anderen.

Denn inzwischen untersuchten Studien bereits die Risikofaktoren für eine Long-Covid-Erkrankung bei Erwachsenen. Wissenschaftler stellten dabei fest, dass beispielsweise die psychische Belastbarkeit und der Schweregrad der Symptome in der Akutphase der Infektion eine Rolle spielen. Laut Studien, die sich auf Long Covid bei Kindern fokussierten, haben ältere Kinder und Jugendliche ein höheres Risiko, an Long Covid zu erkranken. Zudem trifft es auch häufiger Kinder und Jugendliche mit Vorerkrankungen sowie junge Patienten, die wegen eines schweren Verlaufs in einer Klinik behandelt werden mussten.

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Long Covid bei Kindern: So können Eltern sie davor schützen

Die schlechte Nachricht ist: Wenn ein Kind oder ein Erwachsener sich einmal mit Corona infiziert hat und an Covid-19 erkrankt ist, dann kann man sich nicht mehr vor Long Covid schützen. Deshalb ist es umso wichtiger, sich vor einer Infektion mit dem Virus zu schützen.

Helfen können dabei die empfohlenen AHA-Regeln: Achten Sie darauf, dass Ihr Kind immer genug Abstand – mindestens 1,5 Meter – hält, die Hygieneregeln beachtet und eine Alltagsmaske trägt. In Klassenräumen sollte zudem regelmäßig gelüftet werden. Außerdem empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) die Corona-Schutzimpfung für alle Kinder ab fünf Jahren.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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