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Vorsicht beim ersten Kaffee am Morgen: Koffein auf nüchternen Magen könnte das Diabetesrisiko erhöhen

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Viele kippen sich bereits vor dem Frühstück den ersten Kaffee in den Mund. Britische Forschende erklären, warum man diese Gewohnheit ablegen sollte.

Der verlockende Duft von frisch gebrühtem Kaffee am Morgen weckt die Sinne und verspricht einen energiegeladenen Start in den Tag. Das enthaltene Koffein sorgt für neue Tatkraft und macht geistig wach. Doch das „schwarze Gold“ kann auch negative Effekte auf unseren Körper haben. So droht bei Überdosierung ein Koffeinschock. Aber auch der Blutzuckerspiegel könnte gefährlich schwanken – vor allem, wenn man Kaffee auf nüchternen Magen trinkt.

Warum ein stabiler Blutzuckerspiegel so wichtig ist

Die Blutzuckerwerte zeigen, wie viel Glukose (aus der Nahrung) im Blut messbar ist. Sind die Werte stabil, hat der Körper ausreichend Energie zur Verfügung. Infolge sinkt das Risiko von Heißhungerattacken und man fühlt sich fit. Außerdem senkt ein stabiler Blutzuckerspiegel das Risiko, an Typ-2-Diabetes oder Alzheimer zu erkranken.

Bei gesunden Menschen wird automatisch Insulin ins Blut ausgeschüttet, um den Blutzuckerspiegel wieder zu senken. Dieser Vorgang ist bei Menschen mit zu hohen Blutzuckerwerten gestört. Entsteht infolge Diabetes, müssen Betroffene bei erhöhtem Blutzuckerspiegel künstlich Insulin zuführen.

Britische Forschende der University of Bath hatten untersucht, wie sich der Zeitpunkt des Kaffee-Konsums auf die Blutzuckerwerte auswirkt.

Kaffee vor dem Frühstück beeinflusst Blutzuckerwerte

Frau trinkt Kaffee in einem Café und wird durch die Fensterscheibe fotografiert.
Kaffee vor oder nach dem Frühstück? Einige Mediziner raten zu Letzterem. © Joseffson/Imago

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Die Wissenschaftler vom Centre for Nutrition, Exercise & Metabolism untersuchten für ihre Studie 29 Erwachsene mithilfe von oralen Glukosetoleranztests. Diese zeigten, dass Kaffee großen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel haben kann. So stiegen die Werte bei denjenigen Studienteilnehmern, die rund eine Stunde nach dem Aufwachen auf nüchternen Magen Kaffee getrunken hatten (ca. 300 Milligramm Koffein als schwarzer Kaffee). Der vor dem Frühstück getrunkene schwarze Kaffee hatte den Blutzucker um rund 50 Prozent erhöht.

„Morgenkaffee (…) kann die Glukosetoleranz und die Insulinempfindlichkeit bei gesunden Erwachsenen beeinträchtigen“, so das Fazit der Forschenden. Infolge könne es zu erhöhtem Blutzuckerspiegel kommen, der maßgeblich die Entstehung einer Insulinresistenz und damit Diabetes fördert, so die Forschenden. Ihre Studie wurde im British Journal of Nutrition veröffentlicht.

Um den Anstieg des Blutzuckerspiegels zu minimieren, sollte Kaffee vor dem Frühstück oder zusammen mit einer ausgewogenen Mahlzeit konsumiert werden.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion leider nicht beantwortet werden.

Dieser Artikel wurde mithilfe maschineller Unterstützung erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redakteurin Juliane Gutmann sorgfältig überprüft.

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