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„Die Höhle der Löwen“: „ichó“ – Therapieball für Demenzkranke

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Von: Judith Braun

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Beim Pitch von „ichó“ bei „Die Höhle der Löwen“ wird es emotional: Mit ihrem Therapieball wollen die Gründer das Leben Demenzkranker verbessern.

Weltweit erkrankt alle drei Sekunden ein Mensch an Demenz. Dabei handelt es sich um eine heimtückische und schmerzhafte Krankheit mit fortschreitendem Abbau des Gehirns. Sie gilt bislang als nicht heilbar. Für Betroffene und Angehörige kann dieser Prozess eine immense Herausforderung bedeuten. Das wissen auch Steffen Preuß (33), Mario Kascholke (32), Alkje Stuhlmann (39) und Eleftherios Efthimiadis (35). Die Gründer entwickelten einen speziellen Therapieball für Demenzkranke, den sie am Montag (3. Oktober) bei der Vox-Show „Die Höhle der Löwen“ vorstellen – mit prominenter Unterstützung. Ihr emotionaler Pitch rührt sogar die Löwen zu Tränen.

„Die Höhle der Löwen“(Vox): „ichó“ – Therapieball für Demenzkranke

Martin Rütter hält einen Ball in der Hand
TV-Hundetrainer Martin Rütter unterstützt ein Gründer-Quartett bei der Vorstellung von „ichó“, einem Therapieball für Demenzkranke, in der Vox-Show „Die Höhle der Löwen“. © Frank W. Hempel/RTL

Für ihre Präsentation holten sich die Gründer und Gründerinnen aus Duisburg mit TV-Hundetrainer Martin Rütter (51) prominente Unterstützung. Seine Mutter leidet an Demenz. „Vor etwa zehn Jahren ist meine Mutter an Demenz ziemlich vehement erkrankt“, erklärt er gegenüber Vox und weiter: „Diese Krankheit macht nicht nur mit dem Patienten etwas, der sich schubweise verändert, sondern vor allem auch etwas mit den Angehörigen. Für uns als Familie war es hart zu sehen, wie sehr sich die Mama veränderte und nicht mehr diese Rolle hatte, in der wir unsere Mutter kannten.“

Kennengelernt haben sich der TV-Star und die Gründer bei Dreharbeiten zu einer Doku über seine Mutter. Er zeigt sich begeistert von dem innovativen Produkt. „Ein echter Gamechanger, der für uns als Familie und vor allem für viele demenziell veränderte Menschen ein unfassbar wichtiges Tool geworden ist“, so Rütter. Auch wenn die Krankheit nicht heilbar ist, so belegen mehrere Studien, dass der Krankheitsprozess verlangsamt werden kann. Zudem kann man bestimmte Fähigkeiten stabilisieren. Genau dabei kann „ichó“ helfen.

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„Die Höhle der Löwen“: „ichó“ wird am Montag, 3. Oktober ab 20.15 Uhr auf Vox vorgestellt

Denn der Therapieball vereint unterschiedliche Methoden auf eine spielerische Art und Weise. Dafür befinden sich im Inneren des Therapieballs fünf Sensoren. So erkennt der Ball, was gerade mit ihm gemacht wird. Er kann beispielsweise geschüttelt, geworfen, gefangen und gestreichelt werden. Mit über 100 Therapiespielen programmiert reagiert „ichó“ mit Klang, Licht, Farbe oder Vibration. So werden gleichzeitig die kognitive Leistung und die Feinmotorik gefördert. Den Löwen wollen die Gründer 15 Prozent ihrer Firmenanteile für 1,5 Millionen Euro bieten. Ihr Ziel ist es schließlich, in den nächsten Jahren das Leben von über zehn Millionen Menschen mit Demenz zu verbessern.

Ob sie Erfolg haben werden, zeigt sich am Montag auf Vox. Die Gründer von „Gatepress“ gingen in der Vorwoche ohne Deal nach Hause. Sie konnten die Löwen von ihrem Gerät, welches den Beckenboden trainiert, nicht überzeugen.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteuren und Redakteurinnen leider nicht beantwortet werden.

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