DKV-Report zeigt: Wir sitzen im Schnitt neun Stunden täglich – welche Routinen Sie gesund halten
Wer häufig sitzt, steigert sein Risiko für Krebs, Diabetes oder Herz-Kreislauf-Krankheiten. Ein neuer Report zeigt: Die Deutschen sitzen so viel wie bisher noch nie.
„Die Deutschen kleben immer mehr auf ihren Stühlen, Sesseln und Sofas. Insgesamt sitzen die Deutschen laut der diesjährigen Erhebung im Durchschnitt 554 Minuten, also über neun Stunden pro Werktag“, eröffnet Dr. Clemens Muth, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krankenversicherung AG (DKV) den DKV-Report 2023. Die Befragten im Alter von 18 bis 29 Jahren würden sogar über zehn Stunden täglich sitzen, heißt es weiter.
Langes Sitzen kann unsere Lebenserwartung verkürzen. So ist bei Vielsitzern das Risiko erhöht, dass sie folgende Krankheiten entwickeln, wie im DKV-Report 2023 aufgeführt wird:
- Diabetes Typ 2
- Adipositas
- Bluthochdruck
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Krebs
Rückenschmerzen und Haltungsschäden vermeiden
Sie möchten mehr Aktivität in Ihren Alltag bringen? Einfache Maßnahmen reichen oft aus, um wegzukommen von Stuhl, Sofa oder Autositz. Auch Rückenschmerzen und Haltungsschäden kann man effektiv vorbeugen, wenn man sich so oft wie möglich bewegt. Führen Sie beispielsweise folgende Routinen ein:
- Besorgen Sie sich einen Steharbeitsplatz und wechseln Sie so oft wie möglich zwischen sitzenden und stehenden Zeitintervallen.
- Meiden Sie Aufzüge, nutzen Sie stattdessen die Treppe.
- Lassen Sie Ihr Auto so oft wie möglich stehen und nehmen Sie stattdessen das Fahrrad.

- Stehen Sie mindestens einmal pro Stunde auf.
- Verabreden Sie sich zweimal pro Woche zum Sport.
- Führen Sie „bewegte Pausen“ ein, in welchen Sie Dehn- und Kräftigungsübungen durchführen.
Noch ein guter Grund, mehr Bewegung in den Alltag einzubauen: Modellrechnungen zufolge können Vielsitzer ihr Risiko, früher zu versterben, um zirka 20 Prozent reduzieren, wenn sie beispielsweise eine Stunde Sitzen durch Gehen ersetzen. So eine Information aus dem DKV-Report 2023, der in Zusammenarbeit mit der Deutschen Sporthochschule Köln veröffentlicht wurde.
Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

