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Heilpflanze Hibiskus wirkt gegen chronische Entzündung wie Diabetes und Arthrose

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Von: Natalie Hull-Deichsel

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Hibiskus enthält viel Vitamin C und hilft nicht nur gegen Erkältung. Laut Forschern soll es auch Entzündungen im Körper wie bei Diabetes und Arthrose reduzieren.

Hibiskus kennen hierzulande viele in Form von Tee, der leicht säuerlich, ähnlich wie Rote Johannisbeeren schmeckt. Hibiskustee wird häufig mit Malventee – auch bekannt als Wilde Malve – gleichgesetzt, da beide Pflanzen zur Familie der Malvengewächse zählen. Die Wilde Malve und Hibiskus sind beide als Heilpflanzen für ihre entzündungshemmende Wirkung bei Erkältungen bekannt. Genießen Sie Hibiskus nicht nur als Tee oder im Salat, sondern auch in Form von Sirup für Getränke.

Hibiskus wirkt gegen chronische Entzündung – als Tee, Sirup oder im Salat möglich

Roselle Hibiskus
Hibiskus – frisch, getrocknet, in Form von Tee oder als Saft – werden zahlreiche gesundheitsfördernde Eigenschaften nachgesagt: Die Heilpflanze und Blüten sollen entzündungshemmend und sogar blutdrucksenkend wirken. (Symbolbild) © oilslo/Imago

Hibiskus wird gerade in der afrikanischen Volksheilkunde als Heilpflanze bei verschiedenen Beschwerden eingesetzt. So sind die Blüten nicht nur sehr durstlöschend, sie sollen auch antibakteriell, krampflösend, abführend, harntreibend und entzündungshemmend wirken sowie die Immunabwehr aufgrund ihrer antioxidativen Eigenschaften stärken. Dies belegt eine aktuelle Untersuchung. Äußerlich hilft Hibiskus oder die Wilde Malve gegen juckende Ekzeme der Haut. Sogar hohen Blutdruck soll Hibiskustee lindern können – drei Tassen Hibiskustee pro Tag senken den systolischen Blutdruck um 13 mmHg, wie die Ärztezeitung berichtet.

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Zu den essbaren Hibiskus-Blüten gehören der chinesische Roseneibisch (Hibiscus rosa-sinensis), die Roselle (Hibiscus sabdariffa), der Garteneibisch (Hibiscus syriacus) sowie Sumpfeibisch (Hibiscus moscheutos) – frische oder getrocknete Hibiskus-Blüten eignen sich gut als besondere gesunde Zutat im Salat. Anhand einer Studie konnten Forscher die interessante Wirkung der Roselle (Hibiscus sabdariffa) im Zusammenhang mit Autoimmunerkrankungen näher beleuchten.

Nahrungsergänzungsmittel Hydroxycitrat kann chronische Entzündung verhindern

Im Rahmen dieser Studie von Wissenschaftlern der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) unter der Leitung von Dr. Martin Väth wurden neue Ansätze für eine zielgerichtete Therapie bei Autoimmunerkrankungen entdeckt, wie es eine Pressemitteilung der JMU zusammenfasst. Dafür konzentrierten sich die Forscher auf eine Gruppe von Zellen des Immunsystems: T-Helferzellen vom Typ 17, auch Th17-Lymphozyten genannt sowie Acetyl-Koenzym A. Die Mediziner gehen davon aus, dass diese eine wichtige Rolle bei der Linderung von Entzündungen im Körper spielen. Prof. Väth und sein Team stellten fest, dass das Azetyl-KoA in Th17-Immunzellen die Aktivität verschiedener Genabschnitte im Zellkern regulieren kann und auf diese Weise entzündungsfördernde Gene hemmt. Zitronensäure beziehungsweise das Nahrungsergänzungsmittel Hydroxycitrat könne die krankmachenden Funktionen der Th17-Immunzellen verhindern und dadurch entzündliche Prozesse im Körper reduzieren, wie es weiter in der Pressemitteilung der JMU heißt.

Heilpflanze Hibiskus: Möglicher Therapieansatz bei Diabetes, Rheuma, Morbus Crohn, Multiple Sklerose (MS)

Hydroxycitrat ist ein Derivat der Zitronensäure, das in einer Vielzahl tropischer Pflanzen vorkommt, darunter Garcinia cambogia und eben auch in der essbaren Roselle, der Hibiscus sabdariffa. Hibiscus sabdariffa ist der uns bekannte Hibiskustee oder Malventee. In Form von Sirup wird Hibiskus auch Süßspeisen und Getränken beigesetzt. Bei Autoimmunerkrankungen wie Diabetes, Rheuma, Morbus Crohn und Multiple Sklerose (MS) könnte Hibiskus einen wertvollen Behandlungsansatz im Rahmen der Therapie bedeuten.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteuren und Redakteurinnen leider nicht beantwortet werden.

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