Aktuelle Studie: Anfälliger für Mückenstiche durch die falsche Blutgruppe?

Der Sommer ist Hochsaison für Mückenstiche. Manche Menschen erwischt es dabei häufiger als andere.
Mit den lauen Sommernächten im Freien kommen auch die Mücken. Während die einen mit den Stichen der lästigen Blutsauger übersät sind, bleiben andere beinahe vollständig verschont. Es scheint, als würden Mücken bestimmte Menschen deutlich bevorzugen. Doch woran liegt das? Forschern zu Folge spielen Atem und Körpergeruch eine entscheidende Rolle. Zudem scheinen Mücken eine Vorliebe für bestimmte Blutgruppen zu haben.
Studien: Atemluft und Körpergeruch ziehen Mücken an
Die genaue Zusammensetzung des mückenanlockenden Dufts haben Forscher bisher nicht entschlüsselt. Gerade das Abatmen von CO2 scheint die Blutsauger allerdings zu bezirzen. Mücken nehmen einer englischen Studie aus dem Jahr 2015 zu Folge zunächst die Atmung ihrer Opfer wahr. Über den Kohlendioxid-Gehalt in der Luft werden sie angelockt. Je mehr jemand ausatmet, desto wahrscheinlicher zieht er die kleinen Blutsauger an. Manche Menschen atmen dabei mehr von dem Gas aus als andere, ändern lässt sich dies leider nicht.
Die ausgeprägte Geruchswahrnehmung der Mücken ermöglicht es jedoch nicht nur ausgeatmetes CO2 exakt wahrzunehmen. Auch Körpergerüche können die Mücken sehr gut von einander unterscheiden. Wer beim Sport schwitzt, hat nicht selten einen Duftradius von bis zu fünfzig Metern, aus dem die Mücken heran schwirren. Die einzelnen Bestandteile des Schweißes wie Milchsäure, Harnsäure und Ammoniak ziehen die Mücken dabei besonders an. Eine kurze Dusche und frische Kleidung könnten daher zumindest kurzfristige Erleichterung schaffen.
Gene und Körpertemperatur: Warum Mücken manche Menschen besonders gerne stechen
Auch die Körpertemperatur hat einen Effekt. Eine höhere Körpertemperatur scheint dabei einladender für Mücken zu sein. Sportler, Schwangere und Menschen mit Übergewicht sind daher häufiger von Stichen betroffen. Studien geben außerdem Hinweise darauf, dass Frauen in bestimmten Phasen ihres Menstruationszyklus häufiger gestochen werden.
Der menschliche Körpergeruch wird ebenfalls maßgeblich von den Genen beeinflusst. Forscher der Universität Greenwich in Großbritannien untersuchten in einer Studie den Einfluss der Gene. Im Rahmen des Experiments fand das Team um Mandela Fernandez-Grandon heraus, dass eineiige Zwillinge gleichermaßen gestochen wurden, während es Unterschiede bei zweieiigen Zwillingen gab. Zu ähnlichen Ergebnissen kamen japanische Wissenschaftler. Sie fanden heraus, dass Mücken fast doppelt so oft Menschen mit Blutgruppe 0 stachen wie Menschen mit anderen Blutgruppen. Blutgruppe B folgt auf dem zweiten Platz, danach kommt AB und zuletzt A. Die Ergebnisse wurden im Fachmagazin Journal of Medical Entomology veröffentlicht.
Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

