Gesundes Arbeiten

Ein höhenverstellbarer Schreibtisch ist teuer – kann ein einfacher Tischaufsatz die Lösung sein?

  • Juliane Gutmann
    VonJuliane Gutmann
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Ein Steharbeitsplatz hilft dabei, mehr Bewegung in den Alltag einzubauen. Sie müssen Ihren Bürotisch aber nicht neu kaufen – es gibt eine Alternative.

Büromitarbeiter verbringen meist den lieben langen Tag im Sitzen. Das fördert Muskelverspannungen im oberen Rücken und im Nacken, was starke Schmerzen mit sich bringen kann. Doch nicht nur das: Sitzen gilt als Hochrisikofaktor für die Entstehung von Krebserkrankungen. Dazu heißt es vonseiten der Deutschen Krebsgesellschaft: „Körperliche Aktivität senkt das Krebsrisiko, auch unabhängig davon, dass durch viel Bewegung ein gesundes Körpergewicht erhalten bleiben kann“. Die Empfehlung der Gesellschaft: „Üben Sie so wenig wie möglich Tätigkeiten im Sitzen aus“.

Arbeiten an einem höhenverstellbaren Arbeitsplatz verkürzt die Sitzdauer und beugt so Muskelverspannungen vor.

Das Problem: Alle Bürotische im Office sind meist auf eine sitzende Tätigkeit ausgelegt. Außer, es sind Steharbeitsplätze vorhanden. Diese höhenverstellbaren Tische können an die jeweilige Größe des Mitarbeitenden angepasst werden. Doch es gibt eine zusätzliche Möglichkeit, im Stehen zu arbeiten: ein Aufsatz für den bereits vorhandenen Arbeitsplatz.

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Depression bis Alkoholsucht: Die häufigsten psychischen Krankheiten im Überblick – Jeder dritte ist betroffen

Eine Frau hält ein gefülltes Sektglas in ihrer Hand.
Alkoholsucht zählt zu den am dritthäufigsten diagnostizierten psychischen Leiden. Mit der Medikamentenabhängigkeit zusammen entfallen 5,7 Prozent der Diagnosen auf die Alkoholabhängigkeit. Etwa jeder siebte Erwachsene trinkt Alkohol in gesundheitlich riskanten Mengen. Damit ist Alkohol nach Nikotin das häufigste Suchtmittel in Deutschland, so die Bundes Psychotherapeuten Kammer. 1,8 Millionen Menschen gelten als alkoholabhängig, weitere 1,6 Millionen trinken Alkohol in schädlichen Mengen, heißt es weiter. (Symbolbild) © Bode/Imago
Medikamentensucht bei Senioren
Neben der Alkoholsucht zählt die Medikamenten-Abhängigkeit zu den am dritthäufigsten verbreiteten psychischen Erkrankungen in Deutschland.  © Jens Kalaene/dpa
Frau schaut aus Fenster
Die sogenannten affektiven Störungen zählen zu den psychischen Erkrankungen, die am zweithäufigsten in Deutschland vorkommen. Die Depression ist wohl der bekannteste Vertreter aus dieser Gruppe. Der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e.V. (dgppn) zufolge, entfallen fast 10 Prozent der Diagnosen auf diese Krankheitsgruppe. Alleine 8,2 Prozent sind von einer unipolaren Depression betroffen. Depressionen gehören damit zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Rund 16 Prozent der Bevölkerung leiden mindestens einmal in ihrem Leben an einer depressiven Störung, innerhalb eines Jahres sind es ungefähr 8 Prozent, informiert die Bundes Psychotherapeuten Kammer. (Symbolbild) © Fabian Sommer/dpa
Junge Frau vor dem Schrankspiegel
Angststörungen sind am weitesten verbreitet. Der dgppn zufolge entfallen 15,4 der Diagnosen auf Angststörungen wie Panikattacken, Angst vor weiten Plätzen etc. Bei Betroffenen ist das Angstgefühl so übermächtig, dass es den Alltag immens einschränkt. Beschwerden wie Herzrasen, Schwitzen und Zittern zählen zu den Symptomen einer Angststörung. (Symbolbild) © Imago
Frau mit Maßband in der Hand
Essstörungen wie Bulimie oder Magersucht sind zwar insgesamt gesehen weniger weit verbreitet als oben genannte Krankheiten. Doch in der weiblichen Bevölkerung zwischen Pubertät und dem 30. Lebensjahr gehören die Essstörungen zu den häufigen psychischen Erkrankungen, informiert die Bundes Psychotherapeuten Kammer. Etwa ein Prozent der Frauen erkrankt während ihres Lebens an einer Magersucht, rund zwei Prozent leiden im Laufe ihres Lebens an einer Bulimie. (Symbolbild) © Sergiy Tryapitsyn/Imago

Bürotisch zum Steharbeitsplatz umfunktionieren

Wer einen höhenverstellbaren Tisch kaufen möchte, sieht sich mit einer Fülle von Angeboten konfrontiert. Anders sieht es aus, wenn man seinen „normalen“ Arbeitstisch zum Steharbeitsplatz umfunktionieren möchte. Ein einfacher Aufsatz macht den Sitzplatz zum Stehplatz – doch einen solchen käuflich erwerben? Ein schwieriges Unterfangen, wie die Firma Standsome erkannte. Geschäftsführer Leonard Beck und seine Kollegen und Kolleginnen entwickelten einen Stehschreibtisch-Aufsatz, der jeden Bürotisch in einen Steharbeitsplatz verwandelt. Am 17. Oktober 2022 stellte Standsome seine Produkte in der RTL-Sendung „Die Höhle der Löwen“ vor – und hoffte darauf, dass einer der Juroren ihr Investor wird. Doch Design und Preise konnten die Investoren, darunter Carsten Maschmeyer und Judith Williams, nicht vom Konzept überzeugen. Daher kam kein Deal zustande.

Umfrage zum Thema Steharbeitsplatz

Was spricht für, was gegen einen Standsome-Tischaufsatz?

Die Standsome-Produkte werden in lokalen Handwerksbetrieben in Deutschland hergestellt und aus FSC-zertifiziertem Birkensperrholz gefertigt. Außerdem setzt sich die Firma für die Wiederaufforstung des Regenwalds ein. Was für einige ein Argument gegen den Kauf darstellen könnte: der Preis. Denn ein Standsome-Tischaufsatz, auf dem Laptop, Tastatur und Maus auf Steharbeitsplatzhöhe verwendet werden kann, kostet rund 220 Euro.

Sie möchten erfahren, wie Sie Ihren Arbeitsplatz ergonomisch einrichten können? Nicht nur der 90-Grad-Winkel von Oberschenkeln zu Unterschenkeln im Sitzen ist wichtig.

Rubriklistenbild: © Andriy Popov/Imago

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