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Vierte Impfung gegen Corona: Für wen ist das sinnvoll?

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Die Omikron-Variante des Coronavirus sorgt weiter für hohe Infektionszahlen. Doch für wen macht eine vierte Impfung Sinn, und wer kann noch warten?

Zwei Jahre nach Pandemiebeginn ist das Coronavirus noch immer ein Thema. Nicht zuletzt, weil vorherrschenden Omikron-Subvarianten BA.4 und BA.5 in Deutschland für hohe Infektionszahlen sorgen. Entsprechend stellt sich die Frage, macht ein weiter Booster Sinn und wenn ja, für wen und wann? Ist es unter Umständen vielleicht sogar sinnvoller, auf einen angepassten Impfstoff zu warten, der im Herbst kommen soll?

Aktuell empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) den zweiten Booster für über 70-Jährige, für Bewohner von Alten- und Pflegeheimen und Menschen mit Immunschwächekrankheiten ab fünf Jahren. Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) wiederum spricht sich bereits ab 60 Jahren für eine Auffrischung aus, abhängig von der jeweiligen Impfquote, wie das Ärzteblatt berichtet.

Eine Spritze steckt in einer Impfstoffdose von Moderna.
Trotz hoher Infektionszahlen ist eine vierte Impfung nicht für jeden sinnvoll. © Jochen Eckel/Imago

Vierte Impfung gegen Corona: Für wen ist das sinnvoll?

„Die Daten zeigen, dass eine vierte Impfung hilft“, sagte Prof. Ulrike Protzer von der Technischen Universität München der Tagesschau. Daher rät die Virologin gerade den Risikogruppen dazu, nicht auf den angepassten Impfstoff zu warten. „Diese Gruppen mit einem erhöhten Risiko sollten sich jetzt zum vierten Mal impfen lassen.“ 

So zeigt eine Studie des israelischen Gesundheitsministeriums, dass ein Booster vier Monate nach der dritten Impfung den Schutz vor einer Infektion in etwa wieder verdoppelt. Eine weitere Studie aus Israel zeigt jedoch, dass der Schutz bereits nach vier Wochen nachlässt. Nach acht Wochen gibt es bereits kaum einen Unterschied zwischen drei- und vierfach Geimpften.

Vierte Impfung gegen Corona: Immungesunde können auf angepassten Impfstoff warten

Der Schutz vor einem schweren Verlauf ließ indes nicht nach, dieser ist jedoch auch bei dreifach Geimpften sehr hoch. Daher sieht Carsten Watzl, Professor für Immunologie und Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie bei Immungesunden keine Notwendigkeit für eine vierte Impfung, berichtet der SWR.

Ähnlich sieht das auch Prof. Ulrike Protzer von der Technischen Universität München. Die Virologin sagte der Tagesschau, dass dreifach geimpfte Menschen ohne Vorerkrankungen auf die an Omikron angepassten Impfstoffe im Herbst warten können. Diese versprechen laut Moderna zudem eine bessere Antikörperreaktion gegen die hochansteckende Variante.

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