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Pinkeln unter der Dusche: Hausarzt sagt „Wasserlassen unter der Dusche kein Problem“

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Von: Juliane Gutmann

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Erst auf der Toilette erleichtern und dann duschen: Manche verbinden einfach beides. Wer unter der Dusche uriniert, spart nicht nur Zeit.

Viele machen es, wenige geben es zu: Urinieren unter der Dusche. Die Freunde dieser Vorgehensweise argumentieren, dass die morgendliche Badroutine so abgekürzt werden kann. Die Gegner bemängeln, dass es sich „nicht richtig anfühlt“. Doch es gibt tatsächlich einige Vorteile, die für das Urinieren in der Dusche sprechen.

So spart man neben Zeit auch Wasser, das wohl kostbarste Gut. Durchschnittlich fast 40 Liter, also rund 30 Prozent des täglichen Trinkwasserverbrauchs, entfallen auf die Toilettenspülung. Wie das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz weiter informiert, fließen bei älteren Toiletten bis zu 14 Liter pro Spülung durch das WC-Becken, obwohl sechs bis neun Liter völlig ausreichen würden. In Abhängigkeit vom Spülgut könne die Wassermenge sogar auf drei Liter reduziert werden. Wer in der Dusche uriniert, spart zudem nicht nur Wasser, sondern auch die damit verbundenen Kosten.

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„Ansonsten ist das Wasserlassen unter der Dusche kein Problem“, erklärt Hautarzt

Auch in Sachen Hygiene sind „Dusch-Urinierer“ den Toiletten-Nutzern einen Schritt voraus. Denn wo man auf dem Klosett in der Regel nur Klopapier zur Reinigung zur Hand hat, sind Urinreste unter der Dusche sofort schnell und hygienisch weggebraust. Wasser eignet sich für das Saubermachen der empfindlichen Intimzone weit besser als Toilettenpapier, weil es bei Kontakt mit der Haut nicht zu Reibung kommt.

Frau unter der Dusche
Sie erleichtern sich unter der Dusche? Das hat Vorteile. © Imago

Dass Wasserlassen unter der Dusche gegen Fuß- und Nagelpilz helfen soll, zählt dagegen zu den Empfehlungen, die jeder wissenschaftlichen Grundlage entbehren. Auch eine therapeutische Wirkung von Urin bei Schuppenflechte, Ekzemen oder anderen Hauterkrankungen ist nicht erwiesen. Im Gegenteil: Es gibt einen Fall, in dem das Erleichtern unter der Dusche suboptimale Folgen haben kann. Nämlich im Fall von sehr trockener Haut. Dann könne der Kontakt mit Urin die Austrocknung noch fördern, wie Andreas Timmel, Dermatologe im Hautzentrum Rügen, im t-online-Interview erklärt. Auch bei Hautverletzungen solle man vom Pinkeln unter der Dusche absehen.

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„Ansonsten ist das Wasserlassen unter der Dusche kein Problem“, zitiert t-online den Experten. Allerdings rät Dr. Wolfgang Bühmann als Pressesprecher des Bundesverbandes der Deutschen Urologen aus hygienischen Gründen dazu, die Dusche während des Urinierens laufen zu lassen, informiert t-online. Somit werde die Flüssigkeit umgehend in den Abfluss gespült.

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