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Führt sonst zu Gewichtszunahme: Kaffee nicht auf leeren Magen trinken, warnen Ernährungsberater

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Von: Judith Braun

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Eine Tasse Kaffee auf nüchternen Magen ist laut Experten keine gute Idee. Was das beliebte Heißgetränk vor dem Frühstück im Körper anrichten kann.

Kaffee ist und bleibt das Lieblingsgetränk der Deutschen. Er macht nicht nur müde Lebensgeister wach und bringt den Kreislauf in Schwung, sondern ist in bestimmter Menge auch gesund. Kaffee hilft außerdem beim Abnehmen, wobei hier der Zeitpunkt des Kaffeetrinkens entscheidend ist. Will man Statistiken glauben, dann sind neun von zehn Menschen in Deutschland Kaffeetrinker. Durchschnittlich drei Tassen des koffeinhaltigen Getränks sollen hierzulande pro Tag getrunken werden. Die erste Tasse Kaffee gibt es bei den meisten Menschen wohl direkt am Morgen nach dem Aufstehen und noch vor dem Frühstück. Dass es sich dabei allerdings um keine gute Idee handelt, davor warnen Ernährungsberater.

Kaffee: Warum er laut Experten nicht auf leeren Magen getrunken werden soll

Frau sitzt auf Sofa mit einer Tasse in der Hand.
Laut einer Studie verpufft die gewünschte Wirkung einer Tasse Kaffee am Morgen, wenn man sie auf leerem Magen trinkt. © Marcos Castillo/IMAGO

Wenn es um das Trinken von Kaffee geht, dann hat wohl jeder seine ganz eigenen Gewohnheiten: Der eine trinkt seinen Kaffee gerne schwarz, der andere lieber mit Milch – obwohl dadurch seine gesunde Wirkung verloren geht und auch eine Kaffee-Diät ohne Erfolg sein kann – und ein dritter ersetzt sein Frühstück möglicherweise durch eine Tasse Kaffee. Nicht alle Verhaltensweisen sind dem Körper jedoch zuträglich. Manche Kaffee-Gewohnheiten können beispielsweise das Altern beschleunigen. Wer sich mit dem koffeinhaltigen Heißgetränk einen Energieschub holen möchte, der sollte sich angewöhnen, Kaffee nicht auf leeren Magen zu trinken.

Denn wie eine Studie der US-amerikanischen Universität Maryland ergab, ist das Kaffeetrinken am Morgen auf nüchternen Magen nicht effektiv. Morgens ist die Konzentration des Stresshormons Cortisol im Blut besonders hoch. Um uns auf das Aufwachen vorzubereiten, wird es vorher vom Körper produziert. Es macht uns wach und kurbelt unseren Stoffwechsel an. Wenn man nun jedoch Kaffee trinkt, dann hat das enthaltene Koffein keine Wirkung. Empfehlenswerter und effektiver ist es deshalb, den Kaffee erst zu trinken, wenn das Cortisol wieder abgebaut ist, also beispielsweise zum oder nach dem Frühstück. Zudem kann Kaffee vor dem Frühstück den Blutzuckerspiegel um bis zu 50 Prozent erhöhen. Dies kann Bauchschmerzen und Übelkeit auslösen und die Entstehung von Diabetes fördern.

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Kaffee auf nüchternen Magen: Kann bei Frauen zu Hormon-Chaos und Gewichtszunahme führen

Bei Frauen kann die Tasse Kaffee auf nüchternen Magen weitere negative Folgen zum Beispiel für den Hormonhaushalt haben, warnt Ernährungsberaterin Carlyn Rosenblum. Denn zwischen 8 und 9 Uhr am Morgen ist der Cortisolgehalt im Körper besonders hoch. Trinkt man als Erstes nach dem Aufwachen einen Kaffee, dann steigt das Cortisol über seinen Normalwert. So verschiebt sich nicht nur der Tageszyklus: Koffein und Cortisol in Kombination können negative Auswirkungen auf den Hormonhaushalt und das Gewicht haben. Ein erhöhter Cortisolwert kann längerfristig beispielsweise zu einer Gewichtszunahme und zu erhöhtem Blutdruck führen.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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