Für kaliumreiche Lebensmittel für ein gesundes Herz
Kalium ist für jeden lebensnotwendig. Ein starker Kaliummangel kann vor allem für das Herz gefährlich werden. Mit der richtigen Ernährung lässt sich aber viel beeinflussen.
Der Mineralstoff Kalium hilft zusammen mit Magnesium, die Herzzellen zu stabilisieren. Ein Kaliummangel kann das Herz schwächen und zu Herzrhythmusstörungen führen – im schlimmsten Fall sogar zum Herzversagen. Vor allem ältere oder herzkranke Menschen sollten daher immer auf eine ausreichende Kaliumzufuhr mit der Ernährung achten und ihren Kaliumspiegel im Blut regelmäßig kontrollieren lassen.
Schon kleine Kaliumschwankungen können große Folgen haben

Ein normaler Kaliumspiegel sollte laut der Deutschen Herzstiftung bei 3,6 bis 4,8 mmol in einem Liter Blut liegen. Für Menschen mit Herzrhythmusstörungen sind oft Werte im oberen Bereich um 4,4 mmol pro Liter sinnvoll – die individuelle Empfehlung sollten Sie aber immer mit dem Arzt besprechen.
Nicht nur für das Herz ist Kalium lebenswichtig. Der Nährstoff regelt im Körper den Wasserhaushalt und den Blutdruck, seine Hauptaufgabe ist aber die Übertragung elektrischer Impulse an Muskel- oder Nervenzellen. Schon geringe Schwankungen im Kaliumspiegel können große Auswirkungen haben. Die Symptome reichen von Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Verstopfung oder vermehrter Urinausscheidung bis hin zu Muskelschwäche und verminderten Reflexen. Ein Kaliummangel (Hypokaliämie) kann zum Beispiel von einer (Nieren-)Erkrankung verursacht werden oder die Folge von bestimmten Medikamenteneinnahmen sein, insbesondere Herz- und Blutdruckmitteln.
Wird der gewünschte Kaliumwert kurzfristig unterschritten, sei dies bei gesunden Personen meist ungefährlich, weil die Nieren dies ausgleichen können, erklärte der Kardiologe Prof. Dr. Karsten Sydow auf ndr.de. Manche Vorerkrankungen oder Medikamente können jedoch zusätzlich zu einem Kaliummangel führen. Bei einer Herzmuskelschwäche mit eingeschränkter Pumpfunktion des Herzens und einer Begleittherapie mit wasserentziehenden Medikamenten beispielsweise sei es ratsam, einen Kaliumwert von 3,5 mmol pro Liter nicht zu unterschreiten.
Kaliummangel mit Lebensmitteln ausgleichen oder vorbeugen
Über die Ernährung können Sie den Kaliumspiegel gut beeinflussen. Laut der Klinik für Ernährungsmedizin der TU München sind folgende Lebensmittel besonders kaliumreich:
- Nüsse
- Gemüse
- Kartoffeln
- Bananen und Trockenfrüchte
- Vollkornprodukte
Kalium kommt in allen unverarbeiteten Lebensmitteln vor – dies gilt auch für Tiefkühlware. Auch in Getränken wie Obst- und Gemüsesäften oder Milch und in verarbeiteten Lebensmitteln wie Kartoffelprodukten (Püree, Kroketten, Pommes frites, Chips) und Schokolade und deren Erzeugnissen (Kakaogetränke, Schokopudding etc.) ist Kalium reichlich enthalten.
Kaliumarm sind dagegen stark verarbeitete Lebensmittel sowie Fette, Öle, Zucker, Weißmehl, polierter Reis und Teigwaren. Entgegen der landläufigen Meinung enthalten auch Trink- und Mineralwasser nur sehr wenig Kalium, so die Klinik für Ernährungsmedizin der TU München.
Die Deutsche Herzstiftung rät davon ab, Kalium ohne Rücksprache mit dem Arzt als Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen.
Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

