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Schwimmen, autogenes Training, grüner Tee: Wie Sport und Entspannung helfen, den Puls zu senken

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Von: Natalie Hull-Deichsel, Michaela Ebert

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Ein Herzinfarkt wird nicht nur durch hohen Blutdruck, sondern auch durch einen zu hohen Puls ausgelöst. Sport und Entspannung wirken vorbeugend.

Herzinfarkt, Herzschwäche und Arteriosklerose: Diese Herzkreislauferkrankungen zählen laut der Deutschen Herzstiftung zu den häufigsten Todesursachen der Deutschen. Dafür verantwortlich ist nicht selten ein zu hoher Blutdruck. Doch ein erhöhter Puls kann ebenfalls der Auslöser für solch schlimme Folgen, wie einen plötzlichen Herztod, sein.

Glücklicherweise gibt es ein paar Dinge, die jeder gegen ein rasendes Herz und hohen Puls tun kann. Damit es also nicht zum absoluten Worst-Case-Szenario kommt, können Betroffene bereits in den verschiedensten Lebenslagen vorbeugen: Begonnen bei einer gesunden Ernährung, über ausreichend Sport bis hin zur richtigen Entspannung.

Dauerhaft erhöhter Puls: Ein Ruhepuls von 60 bis 90 Schlägen gilt als normal

Mann hält sich beide Hände an die Brust.
Herzrasen kann für Betroffene durchaus gefährlich sein. © Andriy Popov/IMAGO

Um zu erkennen, ob man selbst unter erhöhtem Puls leidet, lohnt es sich, den eigenen Ruhepuls zu messen. Der Normalwert liegt beim gesunden Mensch etwa bei 60 bis 90 Schlägen pro Minute und wird, wie der Name schon verrät, während körperlicher Ruhe gemessen, so die Deutsche Herzstiftung. Das lässt sich am besten durchführen, indem man – etwa im Sitzen – den Finger an die Aorta am Handgelenk oder am Hals anlegt und dort für eine Minute die Schläge zählt.

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Generell gilt: Bei über 100 Herzschlägen pro Minute, gilt der Puls als beschleunigt. Das ist bei gesunden Menschen etwa während langsamen Gehens der Fall. Kommt man jedoch in Ruhe auf einen höheren Wert, spricht man von Herzrasen, auch „Tachykardie“ genannt. In diesem Fall wird geraten, unbedingt einen Arzt aufzusuchen. Denn ein derartig erhöhter Puls kann das Herz auf Dauer überlasten und im schlimmsten Fall zum Herztod führen.

Ein gesundes Herz durch Sport – Ausdauersport senkt den Ruhepuls

Dabei sollte jedoch beachtet werden, dass einige Faktoren den Pulsschlag beeinflussen können, wie das Alter zum Beispiel. Kinder haben beispielsweise einen schnelleren Ruhepuls als Erwachsene. Auch Aufregung kann dafür sorgen, dass der Puls steigt – ebenso wie der Trainingszustand eines Menschen: Bei Menschen mit erhöhtem Ruhepuls könnte eine schlechte Kondition der Grund für das Leiden sein.

Immerhin können nicht nur die Muskeln, sondern auch das Herz mit den richtigen Methoden trainiert werden. Ausdauersport wirkt sich positiv auf die Gesundheit des Herzens aus, wenn man ihn denn richtig betreibt. Ideal sind folgende Sportarten:

Diese sorgen dafür, dass das Herz kontinuierlich das Blut durch unsere Adern pumpt und dabei gekräftigt wird. Aber Achtung: Es sollte keinesfalls übertreiben werden. Ungeübte sollten besser langsam starten und sich nach und nach herantasten, da sonst Herzrhythmusstörungen die Folge sein können. Experten raten, mindestens dreimal die Woche zu trainieren. Somit kann der Ruhepuls innerhalb kurzer Zeit um bis zu zehn Schläge gesenkt werden.

Gesunde Ernährung im Alltag: Damit können Sie Ihr Herz stärken

Am leichtesten in den Alltag eingliedern lässt sich vermutlich eine ausgewogene und gesunde Ernährung. Diese kann schließlich überaus positive Effekte auf das Herzkreislaufsystem haben. Mit einigen ausgewählten Nahrungsmitteln lassen sich beispielsweise Blutdruck und Herzfrequenz senken:

Vermieden werden sollte hingegen der Konsum von zu viel Zucker, Fast-Food und zu wenig Obst. Wie Sie es schaffen können, auch mehr Gemüse im Alltag zu essen, verrät Merkur.de.

Die richtige Entspannung sorgt für ein gesundes Herz

Wer sich weniger mit Sport beschäftigen will, kann auch in der Entspannung einige Methoden finden, mit denen sich ein rasendes Herz beruhigen lässt. Durch Meditation beispielsweise lässt sich der Puls achtsam senken. Es geht dabei vor allem darum, loszulassen und in sich hineinzuhören. Einige Übungen, die das erlauben, findet man zum Beispiel bei folgenden Methoden:

Am Ende sollte jeder für sich entscheiden, welche Maßnahmen am besten passen. Ein gesundes Mittelmaß in allen drei verschiedenen Lebensbereich ist durchaus ratsam. Generell gilt: Wer einen ruhigen Ruhepuls hat, hat gute Chancen ein längeres Leben zu führen, wie der Norddeutsche Rundfunk (NDR) berichtet.

Übrigens: Wer seinen Ruhepuls täglich misst, kann auch schneller feststellen, ob sich eine Erkältung anbahnt. Schon zwei Schläge über dem Normalwert deuten darauf hin, dass das Immunsystem gerade mit Erregern zu kämpfen hat. An solchen Tagen schont man sich lieber ein wenig: Das heißt, weniger intensiven Sport und viele Vitamine.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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