1. 24vita
  2. Gesund leben

Aktuelle Studie: Tee kann Risiko für Schlaganfall und Diabetes verringern

Erstellt:

Von: Laura Knops

Kommentare

Der Genuss mehrerer Tassen Tee pro Tag könnte eine Reihe gesundheitlicher Vorteile mit sich bringen. Zu diesem Schluss kommen Forscher in einer aktuellen Studie.

Während sich um den Genuss von Kaffee zahlreiche Mythen ranken, können Tee-Trinker nun durchatmen. Denn regelmäßiger Teekonsum ist offenbar gut für die Gesundheit. Wer das Heißgetränk täglich zu sich nimmt, hat offenbar ein geringeres Risiko, an Herz-Kreislauf-Krankheiten, Diabetes oder einem Schlaganfall zu erkranken. Bereits der Genuss von vier Tassen hat dabei einen positiven Effekt auf den Körper. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Meta-Analyse aus China. Die Ergebnisse wurden auf dem Jahreskongress der „European Association for the Study of Diabetes“ in Stockholm vorgestellt.

Risiko für Herzkrankheiten und Schlaganfällen um bis zu 13 Prozent verringert

Eine junge Frau gibt einen Teelöffel Honig in ihren Tee.
Wer mehrere Tassen Tee am Tag trinkt, lebt laut einer aktuellen Studie gesünder (Symbolbild). © Cavan Images / Imago

Die Forscher werteten im Rahmen ihrer Übersichtsarbeit insgesamt 19 Studien mit mehr als 1 Million Teilnehmern aus acht Ländern aus. Das Ergebnis: Je mehr Tee die Probanden tranken, umso mehr gesundheitliche Vorteile hatten sie. So sank das Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken bereits beim Konsum von einer bis drei Tassen Tee pro Tag. Tranken die Probanden mehr Tassen, nahm der Effekt zu. Dabei spielte es keine Rolle, ob die Teilnehmer schwarzen Tee, grünen Tee oder Oolong-Tee zu sich nahmen.

Eine bereits im vergangenen Monat veröffentlichte Studie bestätigt dieses Ergebnis, wie das Ärzteblatt berichtet. Forscher fanden dabei ebenfalls heraus, dass der Genuss von zwei oder mehr Tassen Schwarzen Tees das Risiko für Herzkrankheiten und Schlaganfällen um bis zu 13 Prozent verringert. „Wir glauben, dass unsere Ergebnisse für Menschen, die bereits Tee trinken, sehr beruhigend sein werden“, erklärte Maki Inoue-Choi, wissenschaftliche Mitarbeiterin am National Cancer Institute, gegenüber NBC News.

Schutz vor Herzerkrankungen: Schon vier Tassen Tee sind gesund

Warum der Genuss von Tee so gut für die Gesundheit ist, bleibt allerdings noch unklar. Die Wissenschaftler gehen jedoch davon aus, dass hinter den gesundheitlichen Vorteilen des Teetrinkens bestimmte Inhaltsstoffe der Teepflanzen stecken könnten. So liefern Polyphenole, Verbindungen die natürlicherweise in den Pflanzen vorkommen, wichtige Antioxidantien.

Polyphenole unterstützen den Zellaufbau, lindern Entzündungen und können den oxidativen Stress im Körper verringern. Auf diese Weise können die Verbindungen „das Risiko für die Entwicklung bestimmter Gesundheitszustände wie Herzerkrankungen senken“, so Maki Inoue-Choi. Die in grünem Tee enthaltenen Polyphenole, Catechine genannt, schützen Zellen vor Schäden und gelten daher als besonders gesund. Bei der Fermentierung der Blätter, welche im Rahmen der Herstellung schwarzen Tees geschieht, wandeln sich diese zudem in spezielle Polyphenole wie Theaflavine um.

Mit Tee Krankheiten vorbeugen? Weitere Studien notwendig

Bereits frühere Studien hatten gezeigt, dass Tee einen positiven Einfluss auf die Gesundheit hat. So fanden englische Forscher heraus, dass bei täglich zwei bis vier Tassen das Risiko für Schlaganfall und Demenz am geringsten ist. Wie wichtig die eingenommene Menge Tee dabei spielt, unterstreicht auch die aktuelle Studie.

Das Team aus China stellte in einer weiteren Studie heraus, dass das Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken bei Tee-Trinkern und Menschen, die keinen Tee zu sich nehmen, gleich hoch war. Dies war allerdings nur der Fall, wenn nicht berücksichtigt wurde, wie viele Tassen Tee die Teilnehmer konsumierten. Obwohl die Ergebnisse durchaus positiv sind, gibt es allerdings auch Kritik an der Studie. So sagte Baptiste Laurent vom University College London gegenüber dem Science Media Center, dass man erst schauen müsse, ob nicht andere Lebensgewohnheiten der Teetrinkerinnen und Teetrinker für den positiven Gesundheitseffekt verantwortlich sind.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

Auch interessant

Kommentare