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Schlaganfall mit Olivenöl nachweislich vorbeugen: Fünf Voraussetzungen müssen erfüllt sein

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Von: Natalie Hull-Deichsel

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Olivenöl schützt nachweislich vor Arteriosklerose und Schlaganfall. Um Ihre Gesundheit zu erhalten, muss das Olivenöl aber bestimmte Kriterien erfüllen.

Die Menschen in den Mittelmeerländern zählen zu den gesündesten in Europa – nicht zuletzt aufgrund ihrer gesunden, mediterranen Ernährung. Dazu gehört auch das Olivenöl, das durch seine mehrfach ungesättigten Fette wie die Omega-3-Fettsäuren das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Arteriosklerose durch schädliches Cholesterin senken kann – eine kleine Menge Olivenöl reicht schon aus. Achten Sie beim Kauf Ihres Olivenöls auf bestimmte Kriterien, um den bestmöglichen Schutz für Ihre Gesundheit zu erhalten.

Schlaganfall vorbeugen: Olivenöl muss vier Voraussetzungen erfüllen

Verschiedene Flaschen mit Olivenöl
Olivenöl ist nicht gleich Olivenöl – nur die echten und besten schützen die Gesundheit und auch vor Schlaganfall. (Symbolbild) © JanPietruszka/Imago

Was für manche zunächst aufwendig klingen mag, ist doch eigentlich einfach, denn stellen Sie Ihre Ernährung auf die mediterrane Küche um, können Sie Schlaganfall vorbeugen, indem Sie Ihren Arterien Gutes tun, das bestätigen Mediziner. Ein Schlaganfall wäre bei über 70 Prozent der Fälle vermeidbar, würden die Menschen die Risikofaktoren vermeiden.

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Schlaganfall vorbeugen: 1. Olivenöl sollte frisch sein – Ernte und Produktionsjahr sind entscheidend

Olivenöl sollte für eine gute Qualität nicht älter als ein Jahr sein. „Ausschlaggebend dafür ist das Erntedatum“, betont der erfahrene Olivenbauer aus Andalusien, Roger Schläpfer. „Die wertvollen Inhaltsstoffe bauen sich im ersten Jahr bis zu 50 Prozent ab“, so der bekennende Olivenliebhaber. Verbraucher sollten unbedingt auf das Produktionsjahr des Olivenöls achten. „Doch es gibt hierzu aktuell keine Vorschriften in der europäischen Lebensmittelverordnung. Das sollte sich unbedingt ändern“, ergänzt Roger Schläpfer.

Alles was wir tun, zielt darauf ab, GESUNDES Olivenöl zu bestimmen. Wir sprechen nicht von gutem Olivenöl, denn gut kann auch ein Gaumenthema sein und hat nichts mit Gesund zu tun.

Roger Schläpfer, Olivenbauer

Schlaganfall vorbeugen: 1. Olivenöl innerhalb von 12 Wochen aufbrauchen

Wichtig für eine gesundheitsfördernde Wirkung: Olivenöl sollte innerhalb von drei Monaten verbraucht werden. Ist die Flasche erst einmal geöffnet, kommt das Öl mit Sauerstoff in Kontakt. Dadurch verliert es nicht nur an Aroma, sondern auch an Qualität, laut Herzstiftung.

Schlaganfall vorbeugen: 2. Qualität des Olivenöls ist wichtig

Laut Herzstifung gibt es verschiedene Qualitätsstufen von Olivenöl. Drei verschiedene Güteklassen von Olivenöl sind in Deutschland für den Handel zugelassen:

Um von den gesunden Eigenschaften des Olivenöls zum Schutz vor Arteriosklerose, Schlaganfall und sogar stummer Schlaganfall wirklich zu profitieren, sollte man, wenn möglich, nicht zu dem günstigsten greifen. Etliche Olivenöle weisen Spuren von Mineralöl beziehungsweise Schmierölen auf, das während der Produktion durch Maschinen und Förderbänder ins Olivenöl gelangt. Besonders bedenklich sind laut Ökotest aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe (MOAH), von denen einige krebserregend sein sollen.

Schlaganfall vorbeugen: 3. Olivenöl immer testen

Die Olivenöle sollten einwandfrei schmecken und riechen. Der Säuregehalt darf nicht höher als 0,8 Prozent sein, sonst kann sich dies negativ auf den Geschmack auswirken, wie Ökotest die Diplom-Ökotrophologin Dagmar von Cramm zitiert. Und der Geschmack ist auch ein Qualitätsmerkmal. Anhand des Etiketts auf der Flasche erhalten Sie Informationen über Herkunft, zur Olivensorte und zum Erntejahr. Natives, kaltgepresstes Olivenöl ist am gesündesten und zeichnet sich durch den typischen, fruchtig-herben Geschmack aus. Das beste Olivenöl kommt tatsächlich aus Italien. „Ein solches naturbelassenes Olivenöl ist, neben Rapsöl und Leinöl, eines der gesündesten Speiseöle, die es gibt“, so von Cramm gegenüber Ökotest.

Schlaganfall vorbeugen: 4. Art und Weise der Verarbeitung des Olivenöls ist für die Gesundheit wichtig

Olivenöl sollte nicht über 180 Grad erhitzt werden, da die Hitze die Strukturen im Öl in gesundheitsschädigende Transfettsäuren umwandeln kann. Zum Vergleich: Pfannen werden bis zu 200 Grad heiß. „Die gesunden Pflanzenstoffe können sich beim Braten oder Dünsten zersetzen. Deshalb würde ich für diese Zwecke besser ein günstigeres Produkt nehmen“, so Dagmar von Cramm weiter gegenüber Ökotest. Die Empfehlung: hochwertiges, teures Olivenöl nur kalt oder lauwarm zu genießen, etwa im Salat oder zum Verfeinern von Speisen wie Pizza. 

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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