Nasennebenhöhlenentzündung: Farbe von Nasenschleim kann Anzeichen sein
In manchen Fällen entwickelt sich aus einer Erkältung eine Entzündung der Nasennenbenhöhlen. Diese weist verschiedene Anzeichen auf.
In Deutschland erkranken jährlich Millionen Menschen an der akuten Form einer Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis). In der Regel geht sie aus einem gewöhnlichen Schnupfen hervor und bildet sich demnach auf der Grundlage einer Erkältung. Dabei verstopfen die feinen und mit Schleimhaut versehenen Verbindungskanäle zwischen der Nasenhöhle und ihren verschiedenen Nebenhöhlen. Eine Sinusitits zeigt sich durch verschiedene Symptome. Auch die Farbe des Nasensekrets ist auffällig und charakteristisch.
Nasennebenhöhlenentzündung: Zehn Symptome, an denen Sie eine Sinusitits erkennen

Normalerweise wird das Nasensekret zusammen mit mit eingeatmeten Staubkörnchen, Schmutzteilchen oder Krankheitserregern ständig von winzigen Flimmerhärchen aus den Nebenhöhlen Richtung Nase und Rachen abtransportiert, wie NDR online berichtet. Kommt es allerdings zu Entzündungen der Schleimhäute, schwellen diese in der Folge an. Dadurch gerät der Abfluss ins Stocken und Krankheitserreger können sich in den Nebenhöhlen vermehren. So breitet sich die Entzündung aus, die Schleimhäute schwellen weiter an und bilden noch mehr Nasenschleim. Eine akute Nasennebenhöhlenentzündung zeigt sich meist durch folgende Symptome:
- Schnupfen, der nicht aufhört
- Kopfschmerzen
- gelbgrünlicher Nasenschleim
- am Morgen läuft viel Schleim aus der Nase
- klebriges Gefühl im Rachen
- Geruchsstörung
- Druckgefühl um die Augen
- Schmerzen im Oberkiefer
- Verschlimmerung von Halsschmerzen und Husten
- erhöhte Temperatur und Fieber (bis zu 40 Grad)
Wenn Betroffene aus dem Bett aufstehen oder sich nach vorne lehnen, verschlimmern sich die Beschwerden meist. Weitere Symptome wie gerötete Augen, geschwollenes Gesicht, Nackenschmerzen oder Sehstörungen deuten außerdem auf Komplikationen hin.
Geheimwaffe gegen die Entzündung
Eine Nasendusche (werblicher Link) kann bei einer Nasennebenhöhlenentzündung sehr hilfreich sein. Sie funktioniert, indem sie eine Salzlösung durch die Nasengänge spült. Dieser Vorgang hilft, die Nasengänge von Schleim, Staub, Pollen und anderen Reizstoffen zu befreien. Eine spezielle Nasensalzlösung (werblicher Link) kann auch dazu beitragen, geschwollenes Gewebe zu beruhigen und zu reduzieren, was die Atmung erleichtert und den Druck in den Nebenhöhlen verringert. Zudem kann die regelmäßige Anwendung einer Nasendusche die natürlichen Abwehrmechanismen der Nase stärken und so helfen, Infektionen vorzubeugen.
Nasennebenhöhlenentzündung: So stellt ein Arzt die Diagnose
Um festzustellen, ob die Nasennebenhöhlen entzündet sind, fragt der Arzt in der Regel zunächst nach Beschwerden wie Schmerzen, Fieber, dem Allgemeinbefinden, Husten, Auswurf sowie Riech- und Geschmacksstörungen. Schließlich kann er mithilfe eines Endoskops das Innere der Nase untersuchen und gegebenenfalls einen Abstrich des Sekrets machen, welcher in einem Labor auf Krankheitserreger untersucht wird. Diese Methode wird insbesondere bei länger bestehenden Beschwerden angewandt. Bei Komplikationen oder unklarer Ursache kommt laut dem Handbuch für Medizin MSD Manual meist ein Ultraschall oder eine Computertomografie (CT) zum Einsatz.
Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

