1. 24vita
  2. Gesundheit

Sechs Stunden Schlaf hat ähnliche Effekte wie kompletter Schlafverzicht – US-Forscher verhängen „Schlafverbot“

Erstellt:

Von: Juliane Gutmann

Kommentare

Müde Frau
Zu wenig Schlaf lässt einen wie gerädert aufwachen – und führt in vielen Fällen zu Tagesmüdigkeit. © Imago

Sieben bis neun Stunden Schlaf sollen den meisten Menschen reichen. Doch es gibt auch Kurzschläfer. US-Forscher haben untersucht, wie kurz die Schlafdauer wirklich sein darf.

Wenn Sie sechs Stunden pro Nacht schlafen können, sind Sie bereits glücklich? Dann zählen Sie wahrscheinlich zum großen Teil derjenigen, die aufgrund von Stress, Kindern und zu vielen Verpflichtungen schlecht schlafen beziehungsweise immer zu spät ins Bett kommen. Doch der Körper braucht ausreichend Schlaf, um nachts zu regenerieren. Schläft man zu wenig, ist man beispielsweise anfälliger für Erkältungskrankheiten, wie die hkk Krankenkasse informiert. Der hkk zufolge habe eine Studie der University of California in San Francisco gezeigt, dass man viermal so anfällig für gewöhnliche Erkältungsviren ist, wenn man eine Woche lang im Schnitt weniger als sechs Stunden geschlafen hatte.

Besser schlafen...

...dank hochwertiger Bettwaren! Die 4-Jahreszeiten-Bettdecke AERO ActiveClima mit innovativer Climabalance®-Technologie (werblicher Link) sorgt für ideales Schlafklima.

Viele Studien befassen sich mit der Frage, welche Schlafdauer die perfekte ist. US-Forscher der University of Pennsylvania, Philadelphia und der Harvard Medical School in Boston untersuchten, wie sich zu wenig Schlaf auf unsere kognitive Leistungsfähigkeit auswirkt. Sie verglichen dazu unter anderem die Folgen von komplettem Schlafentzug und einer Schlafdauer von sechs Stunden – mit erstaunlichen Ergebnissen.

Sechs Stunden Schlaf ist zu wenig: Forscher beobachten kognitive Störungen bei kurzer Schlafdauer

So hätte kein Schlaf ähnliche Auswirkungen auf die Konzentrations- und Aufmerksamkeitsfähigkeit am Tage, wie eine sechsstündige Nachtruhe, so die Forscher um Hans Van Dongen vom Center for Sleep and Respiratory Neurobiology an der University of Pennsylvania. In der Studie heißt es: „Ein statistisches Modell zeigte, dass unabhängig von der Art des Schlafentzugs die Ausfälle in der Verhaltensaufmerksamkeit nahezu linear mit der kumulativen Dauer der Wachsamkeit von mehr als 15,84 Stunden verbunden waren“. In dem Schlafexperiment hatten die Forschenden 48 Freiwillige in Gruppen unterteilt, die 14 Tage lang jeweils acht, sechs oder vier Stunden nächtlich schlafen durften. Bestandteil des Versuchs war auch ein Schlafverbot von ganzen drei Tagen für die Studienteilnehmer.

Die Schlussfolgerung der Forscher: „Da eine chronische Einschränkung des Schlafs auf sechs Stunden oder weniger pro Nacht zu kognitiven Leistungsdefiziten führte, die einem totalen Schlafentzug von bis zu zwei Nächten entsprachen, scheint es, dass selbst eine relativ moderate Schlafeinschränkung die neurologischen Funktionen im Wachzustand bei gesunden Erwachsenen ernsthaft beeinträchtigen kann“. Die Folge: Konzentrationsstörungen, langsamere Informationsverarbeitung sowie Schwierigkeiten bei der Problemlösung. (jg) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Artikel enthält Affiliate-Links.

Auch interessant

Kommentare