Igitt, Schuppen! Nicht nur falsches Shampoo kann dafür verantwortlich sein
Schuppen können nicht nur lästig sein, sondern auch das Selbstbewusstsein beeinträchtigen. Welche Auslöser zu der unliebsamen Hauterscheinung führen können.
Schuppen hatte wahrscheinlich jeder schon mal. Manche neigen jedoch häufiger dazu, besonders, wenn sie sich zu häufig die Haare waschen. Die Ursachen der Schuppenbildung reichen von eher falscher oder übermäßiger Pflege bis hin zu einer behandlungsbedürftigen Hauterkrankung. Es ist wichtig, bei Anzeichen hartnäckiger oder ungewöhnlicher Schuppenbildung einen Hautarzt (Dermatologen) aufzusuchen, um eine genaue Diagnose und angemessene Behandlung zu erhalten.
Haarewaschen auch für Pollenallergiker ein Thema
Gerade im Frühling mit den Frühblühern wie Birke, Hasel und Erle leiden viele Heuschnupfen-Geplagte unter den typischen Symptomen. Abends die Haare gründlich auswaschen kann neben anderer hilfreicher Tipps die Beschwerden durch Pollen lindern.
Woher kommen die Schuppen?

Etwa 30 Prozent der Frauen und 20 Prozent der Männer erleben zeitweise eine unangenehme Schuppung der Kopfhaut. Schuppen sind keineswegs ungewöhnlich, sondern vielmehr Teil des natürlichen Hautzyklus jedes Menschen.
Die Kopfhaut erneuert sich im Rhythmus von etwa 28 Tagen. In dieser Zeit bilden sich kontinuierlich neue Basalzellen in der tiefsten Schicht der Haut, die ältere Zellen nach oben drücken, so die Pharmazeutische Zeitung. Dort trocknen sie aus und bilden die äußerste Hornschicht. Täglich stößt die Haut abgestorbene Hornzellen ab, die normalerweise kaum sichtbar sind. Doch wenn sich diese Zellen aufgrund veränderter Hautbedingungen zusammenballen, werden sie für viele Menschen als Schuppen sichtbar. Die Farbe, Form, Größe und Konsistenz der Schuppen können auf eine mögliche zugrunde liegende Erkrankung hinweisen.
Mediziner unterscheiden zwischen trockenen und fettigen Schuppen. Trockene Schuppen, die weiß erscheinen, haben in den meisten Fällen eine äußere Ursache, beispielsweise die Kopfhaut reizende, austrocknende Shampoos oder Haarspülung. Die fettigen, eher gelblich erscheinenden Schuppen können auf eine primäre Erkrankung hindeuten oder Begleiterscheinung einer anderen Erkrankung wie Diabetes sein.
Schuppen auf dem Kopf: Welche Auslöser begünstigen die Hauterscheinung?
Ursache und Auslöser für Schuppen können laut Netdoktor sein:
- Falsche Haarpflege (Shampoo, das die Kopfhaut austrocknet oder zu heißes Föhnen)
- Stress
- Kontaktallergien, als Reaktion auf Pflaster oder bestimmte Duftstoffe
- Hormonschwankungen
- Psoriasis
- Neurodermitis (Atopisches Ekzem)
- Seborrhoisches Ekzem, ein gelb-schuppender, rötlicher Hautausschlag
- Malassezia furfur, eine Pilzerkrankung der Haut
Was hilft für gesunde Kopfhaut?
Wasserkontakt begrenzen: Übermäßiger Kontakt mit Wasser kann die natürliche Schutzbarriere der Haut verringern und sie empfindlicher machen.
Haare mit lauwarmem Wasser waschen: Zu heißes oder zu kaltes Wasser kann die Kopfhaut unnötig reizen, ebenso wie ein harter Wasserstrahl aus dem Duschkopf.
Pflegeshampoos ohne Silikon, Konservierungsstoffe oder Duftstoffe verwenden: Nach dem Auftragen gründlich mit ausreichend Wasser ausspülen, um Rückstände zu entfernen.
Schonend trocknen: Vermeiden Sie es, die Haare nach dem Waschen zu rubbeln. Besser ist es, ein Handtuch sanft um den Kopf zu wickeln oder die Haare an der Luft trocknen zu lassen. Falls erforderlich, verwenden Sie einen Föhn auf niedrigster Stufe.
Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

