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Diese negative Emotion erhöht das Schlaganfall-Risiko

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Ältere Frau stützt Kopf auf ihre Hände
Wer unter chronischer Einsamkeit leidet, hat ein höheres Schlaganfall-Risiko. © Zoonar.com/Yuri Arcurs peopleimages.com/IMAGO

Einsamkeit ist ein weit verbreitetes Phänomen. Sie wirkt sich jedoch nicht nur auf die Psyche, sondern auch auf den Körper negativ aus.

In Deutschland erleiden jährlich etwa 270.000 Menschen einen Schlaganfall. Der eigene Lebensstil hat dabei einen maßgeblichen Einfluss auf das Schlaganfallrisiko. So könnten zwei Drittel aller Hirninfarkte bei gesunder Lebensweise, die unter anderem eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung beinhaltet, vermieden werden. Doch nicht nur das körperliche Wohlbefinden spielt eine wichtige Rolle, um dem Leiden vorzubeugen. Laut den Ergebnissen einer Studie ist auch der psychische Zustand relevant.

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Psyche beeinflusst Schlaganfall-Risiko – Einsamkeit begünstigt das Leiden

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind Menschen ohne starke soziale Kontakte einem höheren Risiko für Erkrankungen wie Demenz, Angststörungen oder Depressionen ausgesetzt. Doch nicht nur das: Anscheinend lässt das Gefühl von Einsamkeit auch das Risiko für einen Schlaganfall ansteigen. Dies zeigte sich bei einer Studie, die auf dem Fachjournal eClinicalMedicine veröffentlicht wurde. Forscher der Harvard University analysierten für ihre Untersuchung die Einsamkeitsgefühle von rund 12.000 Erwachsenen im Alter von über 50 Jahren. Knapp 9.000 davon beantworteten vier Jahre später dieselben Fragen.

Die Wissenschaftler konnten feststellen, dass Einsamkeit mit dem Schlaganfall-Risiko korreliert. So hatten die Teilnehmenden, die angaben, sich durchgehend und damit chronisch einsam zu fühlen, ein um 56 Prozent höheres Risiko als diejenigen, die kontinuierlich berichteten, nicht unter Einsamkeit zu leiden. Rund 1200 Teilnehmer, bei denen die Einsamkeit nur einmal zu Beginn der Studie gemessen wurde, erlitten während dem Beobachtungszeitraum einen Schlaganfall. Die Hälfte, also rund 600 Teilnehmende, die zweimal an der Befragung teilnahmen, waren im Gegensatz dazu von einem Hirninfarkt betroffen.

Schlaganfall-Risiko reduzieren durch Identifikation von Personen mit chronischer Einsamkeit

Studienautorin Yenee Soh sagt, dass es bei der Prävention von Schlaganfällen helfen könnte, Einsamkeitsuntersuchungen zu wiederholen. So könnten diejenigen, die chronisch einsam sind und dadurch ein höheres Schlaganfall-Risiko haben, identifiziert werden. Wichtig sei dabei jedoch, zwischen dem subjektiv wahrgenommenen Gefühl von Einsamkeit und der tatsächlichen sozialen Isolation zu unterscheiden. Interventionen gegen Schlaganfälle sollten folglich speziell auf Einsamkeit abzielen.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

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