Zusammen oder alleine schlafen? Studie bescheinigt Paaren die bessere Gesundheit
Trotz schnarchendem Partner und Gerangel um die Bettdecke schläft man einer Studie zufolge zusammen nicht nur besser, sondern lebt auch gesünder.
Ein guter und gesunder Schlaf ist essenziell für die körperliche und geistige Gesundheit. Er kann den Alterungsprozess verlangsamen, einer Fettleber vorbeugen und beim Abnehmen helfen, um nur einige der Vorteile zu nennen. Forschern zufolge sind die positiven Auswirkungen bei Paaren, die meist zu zweit und nicht alleine schlafen, am höchsten. Dies belegt eine Studie aus den USA. Doch wie funktioniert eigentlich gesundes Ein- und Durchschlafen?
Laut Studie: Paare haben höhere Schlafqualität und bessere Gesundheit

In einer Studie aus dem Jahr 2022 untersuchten Forscher der University of Arizona den Zusammenhang zwischen Schlafqualität, Schlafdauer sowie geistiger Gesundheit und der Tatsache, ob jemand alleine oder in Gesellschaft schläft. Die Probanden waren allesamt erwerbstätige Erwachsene.
Das Ergebnis ist eindeutig. Personen, die die Nacht meist zusammen mit ihrem Partner verbringen, haben
- weniger Probleme mit Schlaflosigkeit,
- sind seltener müde,
- liegen kürzer wach,
- schlafen besser ein,
- leiden seltener unter Schlafapnoe, gegen die Nationalspieler Erling Haaland eine ganz eigene Methode anwendet,
- haben seltener Depressionen oder Angstzustände und
- kommen besser mit Stress zurecht.
Die allgemeine Zufriedenheit mit dem Leben und mit sozialen Beziehungen war bei denjenigen, die alleine schlafen, deutlich reduziert, wohingegen das Risiko von Depressionen oder einer Schlafapnoe im Vergleich erhöht war. Interessanterweise scheint der positive Effekt jedoch nur einzutreten, wenn man das Bett mit dem Partner teilt. Zusammen mit Kindern in einem Bett zu schlafen, hätte laut der Studie eine gegenteilige Wirkung.
Konkrete Tipps zum Ein- und Durchschlafen
Doch ob man nun alleine schläft oder zusammen mit dem Partner, Schlafstörungen sind keine Seltenheit und können zur Krankheit werden. Für ruhige Nächte und einen erholsamen Schlaf empfiehlt die Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM):
- Den Wecker jeden Tag auf dieselbe Uhrzeit stellen
- Erst ins Bett gehen, wenn man wirklich müde ist
- Für regelmäßige und ausreichende Bewegung sorgen
- Elf Stunden vor dem Schlafengehen kein Koffein mehr zu sich nehmen
- Nicht kurz vor dem Zubettgehen rauchen
- Keine schweren Mahlzeiten vor dem Einschlafen zu sich nehmen
- Alkoholkonsum reduzieren und auf Alkohol vor dem Schlafen verzichten – er kann ohnehin unerwünschte Folgen für das Liebesleben haben
- Tagsüber weder Mittagsschlaf machen noch ein Nickerchen einlegen
- Schlaftabletten nur in Absprache mit einem Arzt und nicht über einen längeren Zeitraum hinweg einnehmen
- Den Tag vor dem Zubettgehen gedanklich beenden. Bei Sorgen und Problemen hilft es oft, sie abends niederzuschreiben
Die genannten Maßnahmen und Verhaltensweisen dienen der Schlafhygiene, sollen also den Schlaf fördern und Schlafstörungen vorbeugen. Haben sich diese bereits eingeschlichen, kann manchmal schon eine simple Übung beim Einschlafen helfen.
Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion leider nicht beantwortet werden.

