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Test für die Augen: Wer keine 12 sieht, ist farbenblind

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Von: Judith Braun

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Mit einem einfachen Test können Sie überprüfen, ob Sie die Farben Rot und Grün unterscheiden können. Welche Zahl sehen Sie auf dem Foto?

München – Die Rot-Grün-Sehschwäche zählt zu den häufigsten Farbsehfehlsichtigkeiten in Deutschland. Im Jahr 2018 litten zehn Prozent Männer und 0,4 Prozent Frauen unter der im Volksmund genannten Farbblindheit. Dabei handelt es sich um eine genetisch bedingte Sehschwäche des Auges. Den Betroffenen fällt die Unterscheidung der beiden Farben schwer, da sie Rot und Grün schwächer sehen als Normalsichtige. Ob Sie auch unter der bekannten Sehschwäche leiden, können Sie mit einem einfachen Bilder-Test herausfinden.

Test für die Augen: Wer keine 12 sieht, ist farbenblind

Mithilfe sogenannten Ishihara-Farbtafeln, die nach ihrem japanischen Erfinder Shinobu Ishihara benannt sind, können Sie ihr Sehvermögen testen. Weiter unten ist ein entsprechendes Exemplar abgebildet. Setzen Sie sich dafür ungefähr in 75 Zentimeter Entfernung vor Ihren Bildschirm. Richten Sie dann Ihre Augen auf die Bildschirmmitte. Um Reflexionen auf dem Monitor zu vermeiden, dimmen Sie am besten die Raumbeleuchtung, um den Test nicht zu beeinflussen. Innerhalb kurzer Zeit sollten Sie auf dem unteren Bild eine Zahl erkennen können, wenn Sie nicht unter einer Rot-Grün-Sehschwäche leiden.

Anhand einer Ishihara Farbtafel können Sie testen, ob Sie unter einer Rot-Grün-Sehschwäche leiden. Wer keine 12 sieht, ist farbenblind.
Welche Zahl sehen Sie? Anhand dieser Ishihara Farbtafel können Sie testen, ob Sie unter einer Rot-Grün-Sehschwäche leiden. © Medicimage/IMAGO

Augen-Test: Sehen Sie die Zahl im Bild?

Sehen Sie die Zahl 12? Herzlichen Glückwunsch, dann scheint bei Ihnen alles sozusagen im „rot-grünen“ Bereich zu sein. Sie haben offensichtlich kein Problem damit, die beiden Farben zu unterscheiden. Sollten Sie jedoch keine Zahl erkennen können, dann leiden Sie vermutlich unter der als Dichrosamie bezeichneten Rot-Grün-Blindheit. Oftmals wird sie mit der Rot-Grün-Sehschwäche gleichgesetzt, obwohl die beiden nicht verwechselt werden sollten.

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Farbenblindheit oder Sehschwäche? Hier gilt es zu unterscheiden

Denn wer wirklich farbenblind ist und unter Dichrosamie leidet, ist tatsächlich blind für die entsprechende Farbe. Bei diesen Personen fehlen bestimmte Zapfen, die in den Augen für die Wahrnehmung zuständig sind. M-Zapfen reagieren dabei auf das rote Farbspektrum im Licht, L-Zapfen auf das grüne Farbspektrum. Rotblindheit wird Protanopie genannt. Der Fachbegriff von Grünblindheit ist Deuteranopie. Während diese Farbsehfehlsichtigkeiten angeboren sind, entwickelten viele Kinder erst in der Corona-Pandemie eine Kurzsichtigkeit.

Die Rot-Grün-Schwäche, die sogenannte anomale Trichromasie, hingegen zählt zu den Farbsinnesstörungen der Augen. Dabei ist das Sehvermögen für Rot und Grün noch unterschiedlich vorhanden. Betroffene erkennen die beiden Farben unterschiedlich intensiv und können sie schlecht bis gar nicht voneinander unterscheiden. Zudem kommen hier zwei Sehschwächen zusammen.

Betroffene, die die Farbe Rot schwächer sehen und sie nur schwer von Grün unterscheiden können, leiden unter der sogenannten Protanomalie, der Rot-Sehschwäche. Wer hingegen Grün schwächer sieht und es nur schwer von Rot unterscheiden kann, leidet unter der Deuteranomalie, der Grün-Sehschwäche. Ob Ihre Augen Kontraste gut unterscheiden können, können Sie mit einem anderen Test überprüfen. Wer hier schlecht abschneidet, für den könnte es im Alltag gefährlich werden.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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