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Drei bis zehnmal: Wie häufig ist Pinkeln noch normal

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Manche Menschen müssen deutlich öfter auf die Toilette als andere. Wie häufig man pinkeln muss, hängt dabei von verschiedenen Faktoren ab.

Viele Menschen gehen nur wenige Male am Tag, andere jede halbe Stunde. Die Frequenz der Blasenentleerung ist von Mensch zu Mensch verschieden. Vor allem die Flüssigkeitsaufnahme beeinflusst dabei, wie oft man auf die Toilette muss. Aber auch andere Faktoren spielen eine Rolle. Was ist also normal? Und ab wann wird ständiges Urinieren bedenklich?

Wie oft ist noch normal? Bis zu acht Mal pro Tag pinkeln

Eine Frau sitzt auf der Toilette und greift nach dem Toilettenpapier.
Wer viel trinkt, muss auch häufiger zur Toilette. Wie oft normal ist, hängt dabei von verschiedenen Faktoren ab. © Panthermedia/Imago

Die Farbe des Urins gibt Auskunft darüber, ob man genug trinkt. Eine dunkle Farbe und Gerüche sind dabei ein Anzeichen, dass der Körper mehr Flüssigkeit benötigt. Klarer und heller Urin spricht dagegen für eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung, wie die Urogynäkologin Amy George vom UC Davis Medical Center gegenüber dem Magazin „Self“ erklärt. Da die Menge von Mensch zu Mensch verschieden ist und von Lebensstil, Bewegung und den Genen beeinflusst wird, empfiehlt die Expertin täglich etwa 2,5 bis 3 Liter Wasser zu sich zu nehmen.

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Je mehr man trinkt, desto häufiger muss man auf die Toilette gehen. Durchschnittlich kann eine erwachsene Blase bei maximaler Auslastung etwa 0,3 bis 0,5 Liter fassen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt mindestens 1,5 Liter pro Tag. Wer also ausreichend trinkt, sollte innerhalb eines Tages etwa alle 2,5 Stunden – also rund sechs bis sieben Mal – pinkeln gehen. Wer besonders oft oder nur sehr selten zur Toilette geht, muss dies daher unbedingt bei einem Facharzt überprüfen lassen. Ab einer Anzahl von acht oder mehr Toilettengängen täglich sprechen die Experten der Mayo Clinic von einer überaktiven Blase.

Häufiges Pinkeln: Darum müssen Sie so oft auf die Toilette

Besonders häufiges oder seltenes Pinkeln sind ein Warnzeichen des Körpers. Wer ausreichend trinkt und trotzdem nur sehr unregelmäßig auf die Toilette muss, leidet möglicherweise unter Nierenproblemen, wie die Apotheken Umschau berichtet. Als Faustregel gilt: Die Menge Wasser, die man zu sich nimmt, sollte auch wieder ausgeschieden werden. Die Ernährung, Sport und der Lebensstil beeinflussen allerdings, wie viel Flüssigkeit man durch Schwitzen verliert.

Die Häufigkeit der Blasenentleerung hängt aber auch von anderen Faktoren ab: der Anatomie, dem Lebensstil sowie der Psyche. Beispielsweise kann der Gedanke, dass keine Toilette in der Nähe ist, viele Menschen nervös machen. Ständiges Wasserlassen kann dabei auf verschiedene Erkrankungen hinweisen. Zu häufiger Harndrang kann demnach ein Warnsignal für eine überaktive Blase, Harnwegsinfektionen oder Inkontinenz sein.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

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