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Studie zeigt: Wer zu wenig trinkt, riskiert Schlaganfall und frühzeitigen Tod

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Von: Juliane Gutmann

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US-amerikanische Forscher fanden heraus, dass ein Zusammenhang zwischen Trinkmenge und der Entstehung von Schlaganfall, Herzversagen und Demenz besteht.

Sie trinken zu wenig? Dann sollten Sie ab sofort häufiger zu Wasser, Tee oder Fruchtschorlen greifen. Diese gelten als gesund, weil sie wenig bis keinen Zucker enthalten. Ausreichend viel zu trinken ist deshalb so wichtig, weil es den Stoffwechsel anregt, die Konzentration steigert und Kopfschmerzen vorbeugt. Auch die körperliche Fitness wird der Barmer Krankenkasse zufolge gesteigert, wenn wir viel trinken. 1,5 Liter oder mehr? Je nach körperlicher Aktivität und Körpergewicht variiert die individuell optimale Trinkmenge.

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US-amerikanische Forscher fanden zudem heraus, dass eine zu geringe Trinkmenge sogar das Leben verkürzen kann. Grund dafür: Das Risiko für lebensbedrohliche Ereignisse wie Herzversagen und Schlaganfall steigt und auch chronische Krankheiten wie Gefäßerkrankungen würden durch zu wenig Flüssigkeitszufuhr getriggert, so die Forschenden.

Frau trinkt aus einer roten Trinkflasche.
Vor allem bei sportlicher Aktivität sollten Sie darauf achten, ausreichend zu trinken. © Imago

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Wer zu wenig trinkt, erhöht das Demenz- und Schlaganfall-Risiko

Die Wissenschaftler um Natalia I. Dmitrieva vom National Heart Lung and Blood Institute im US-amerikanischen Maryland legten ihrer Studie die Gesundheitsdaten von 11.255 Erwachsenen zugrunde. Der Beobachtungszeitraum betrug 25 Jahre. Interessiert war das Team um Dmitrieva vor allem am Serumnatriumspiegel der Studienteilnehmer, der im Blut gemessen werden kann. Ein erhöhter Wert kann auf eine geringe Flüssigkeitsaufnahme zurückgeführt werden.

Bei denjenigen Probanden, die dauerhaft zu wenig getrunken hatten, waren die Natriumwerte im Blut erhöht. Außerdem konnten die Wissenschaftler in dieser Gruppe ein erhöhtes Risiko für frühzeitigen Tod durch Ereignisse wie Schlaganfall nachweisen. Ihr Fazit haben sie in der Medizinzeitschrift eBioMedicine veröffentlicht: „Unsere Analyse (hat) gezeigt, dass Serumnatrium in der Lage ist, eine schnellere biologische Alterung und ein erhöhtes Risiko für die künftige Entwicklung chronischer Krankheiten vorherzusagen, und zwar weit vor dem Alter, in dem chronische Krankheiten in der Allgemeinbevölkerung mit hoher Rate auftreten“. Darunter fallen den Forschenden zufolge Herzversagen, Demenz, chronische Lungenerkrankungen, Schlaganfall, Diabetes, periphere Gefäßerkrankungen und Vorhofflimmern.

Zu hoher Natriumserum-Wert als Warnhinweis

Problematisch ist den Wissenschaftlern zufolge ein Natriumwert im Blut, der im oberen Bereich des Normalbereichs (135-146 mmol/l) liegt. „In unserer Analyse wurde auch ein Schwellenwert von 142 mmol/l ermittelt, der zur Identifizierung von Risikopersonen verwendet werden kann, die von einer gründlicheren klinischen Untersuchung profitieren könnten“, so die Schlussfolgerung der Forschenden.

Das Problem an der Studie: Es kann keine kausale Wirkung nachgewiesen werden. Das bedeutet, dass nicht eindeutig klar ist, ob neben dem Natriumserum-Wert noch andere Faktoren für die Studienergebnisse mitverantwortlich sind.

Mehr Informationen zur Studie „Middle-age high normal serum sodium as a risk factor for accelerated biological aging, chronic diseases, and premature mortality“

Veröffentlichungsdatum: 2. Januar 2023

Veröffentlicht im Fachjournal eBioMedicine (Teil der Fachzeitschrift The Lancet)

Umfang: 11.255 Studienteilnehmer

Studienautoren: US-amerikanisches Forscherteam um Natalia I. Dmitrieva vom National Heart Lung and Blood Institute

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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