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Wespenstich: Hilft eine Zwiebel wirklich?

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Von: Laura Knops

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Bei einem Wespenstich gilt es schnell zu handeln. Doch helfen Hausmittel wie der Saft einer rohen Zwiebel wirklich bei Schwellungen und Juckreiz?

Viele Menschen geraten beim Anblick einer Wespe schnell in Panik. Ein Wespenstich ist zwar sehr schmerzhaft, aber nur in den wenigsten Fällen gefährlich. Um die Schwellung rund um den Stich zu lindern und den Juckreiz zu unterdrücken, schwören viele Betroffene auf Hausmittel wie den Saft einer rohen Zwiebel. Doch wie wirksam ist die Erste Hilfe aus der Hausapotheke und welche Alternativen gibt es?

Wespenstich: Hilft eine Zwiebel wirklich?

Gerade im Sommer sind besonders viele Wespen unterwegs. Kommt es zu einem Stich, ist dies zwar sehr unangenehm, meist allerdings nicht weiter schlimm. Nur wer allergisch auf Insektenstiche reagiert, ist der Kontakt mit einer Wespe potenziell gefährlich – wenn nicht sogar lebensgefährlich. Denn Wespen haben verglichen mit dem Gift von Bienen, Hornissen und Hummeln das größte allergene Potenzial unter den Insekten.

Es ist eine Wespe auf einer Scheibe Brot mit Marmelade zu sehen (Symbolbild).
Verschiedene Hausmittel können bei Insektenstichen helfen (Symbolbild). © agrarmotive / Imago

Schwillt der Stich innerhalb kürzester Zeit stark an, sollten Betroffene daher schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen. Treten zudem Symptome wie Hautausschlag, Juckreiz, Atemnot, Schwindel, Herzklopfen oder Schwellungen im Gesicht und Mund auf, muss unbedingt ein Notarzt kontaktiert werden. In diesem Fall kann es sich möglicherweise um einen anaphylaktischen Schock handeln.

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Wespenstich: Symptome können Schwellungen, Rötungen und Juckreiz sein

Allergische Reaktionen auf Wespenstiche treten nur sehr selten auf. Meist leiden die Betroffenen nur unter leichten Symptomen wie Schwellungen, Rötungen und Juckreiz rund um die Einstichstelle. Verschiedene Hausmittel können dabei helfen, die Symptome zu lindern. Der Saft der Zwiebel kühlt und befeuchtet die betroffene Stelle. Rohe Zwiebeln wirken zudem antibakteriell und desinfizierend. So werden nicht nur Schwellungen und Juckreiz gelindert, sondern auch Entzündungen in der Einstichstelle vorgebeugt.

Folgende Schritte sollten Betroffene bei der Anwendung beachten:

Wespenstich: Erste Hilfe aus der Hausapotheke

Neben dem Saft einer Zwiebel können bei einem Wespenstich auch andere Hausmittel für Linderung sorgen. Ein kühler, nasser Umschlag kann so bei den meisten Insektenstichen schon Wunder wirken. Auch ein kalter Umschlag mit Essig kühlt und wirkt auf das Gift neutralisierend. Sind keine Hilfsmittel in Reichweite, hilft auch Speichel gegen die Schmerzen.

In der Apotheke sind zudem verschiedene Mittel gegen Insektenstiche erhältlich, mit denen sich Entzündungen schnell behandeln lassen. Mithilfe eines Saugstempels wird das Gift aus der Stichstelle entfernt. Hitzestifte können durch die aufgetragene Wärme zudem bewirken, dass das im Wespengift enthaltene Eiweiß zerstört wird. Die Folge: Der Stich schwillt weniger an und juckt nur noch kaum. Antihistaminika in Form einer Creme oder eines Gels lindern den Juckreiz und helfen bei Schwellungen. Die Entzündung kann außerdem durch niedrig dosierte Cortisonpräparate behandelt werden.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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