1. 24vita
  2. Krankheiten

Albträume: Umdrehen statt Weglaufen – was Sie bei schlechten Träumen tun können

Erstellt:

Von: Kristina Wagenlehner

Kommentare

Ein Mann liegt seitlich in einem Bett und hält sich die Ohren zu. (Symbolbild)
Schätzungsweise fünf Prozent der Bevölkerung haben mindestens ein Mal die Woche Albträume. (Symbolbild) © Andrey Popov/Imago

Man fällt tiefer und tiefer und wacht auf. Es war nur ein Traum – und diese lassen sich ändern. Ein Schlafforscher erklärt, was Sie gegen die Albträume tun können.

Mannheim – Albträume wie ins Leere fallen, verfolgt werden oder der Tod eines geliebten Menschen sind eine Belastung. Sie lassen einen mitten in der Nacht aufwachen und können dafür sorgen, dass man Angst vorm Einschlafen bekommt. Doch es gibt eine Methode, mit der man sie womöglich in den Griff bekommt.

Albträume: Sie enden nie richtig

Man reißt die Augen auf, das Herz pocht, der Schlafanzug klebt am Rücken. Zum Glück war der Tod des Bruders nur ein Traum. Wiederholen sich Albträume oder träumt man regelmäßig Fürchterliches, kann das sehr belastend sein. Dagegen helfen kann eine Methode, die Sie am Tag trainieren.

Die Idee ist, „den Albtraum zu einem positiven Ende zu bringen“, sagt der Schlafforscher Professor Michael Schredl im Podcast „Nachgefragt!“. Der Hintergedanke der Methode ist, dass die meisten Albträume allein durch das Aufwachen enden. Sie sind also nie zu Ende und wiederholen sich in der einen oder anderen Art. Um aus diesem Strudel herauszukommen, schlägt er vor, sich am Tag gedanklich noch mal in den Albtraum hineinzuversetzen und über ihn nachzudenken. Doch nicht nur Albträume können einem den Schlaf rauben. Viele Menschen schlafen auch bei Hitze schlecht oder ihnen raubt das Smartphone oder eine Hausstaubmilbenallergie die Nachtruhe. In Zeiten der Corona-Pandemie kommen zudem einige Träume gehäuft vor.*

Albträume: Diese Methode kann gegen schlechte Träume helfen

Um zu verdeutlichen, wie Sie Albträume verändern können, schildert Schredl ein konkretes Beispiel. Der Traum ist folgender: Der Träumende wird verfolgt und läuft vor jemanden davon, er fühlt sich bedroht und hat Angst. Der Schlafmediziner fasst zusammen: „Aha, wenn ich weglaufe, weiß ich, das ist keine gute Strategie. Weil der rennt hinterher. Solange, bis ich aufwache.“ Nun solle man folgendes im Kopf durchspielen: „Ich drehe mich um. Am besten mit zwei starken Männern hinten dran. Und dann frage ich: ,Was willst du von mir?’“

Man solle sich also eine neue eigene Handlung für den Traum überlegen. Bisher habe man aus dem Albtraum gelernt hat, dass Weglaufen eine schlechte Strategie ist. Die Empfehlung des Traum-Experten ist: Der Träumende entwickelt ein neues Verhalten im Traum. Zum Beispiel: Umdrehen und den Verfolger konfrontieren: „Warum verfolgst du mich?“ Diese neue Handlung für den Traum solle man über zwei Wochen ein Mal pro Tag für fünf Minuten wiederholen. „Dann setzt sich das. Und die nachfolgenden Träume werden verändert“, erklärt er. Das klappe bei vielen Menschen relativ schnell. Bestenfalls verschwinden die Albträume sogar ganz.

Albträume: Sind sie normal?

Sind Albträume normal? So pauschal lässt sich diese Frage nicht beantworten. Schätzungsweise fünf Prozent der Bevölkerung haben häufig Albträume, sagt Schredl. Häufig heißt: mindestens ein Mal pro Woche. Wer an regelmäßigen und schlimmen Albträumen leidet, sollte ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Außerdem können diese Ernährungstipps den Schlaf fördern. (Mit Material der dpa)

Noch mehr spannende Gesundheits-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können. *RUHR24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

Auch interessant

Kommentare