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Alkohol und Rauchen in Deutschland: Mehrere Zehntausende sterben jährlich

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Von: Judith Braun

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Der Konsum von Alkohol und Tabak führt in Deutschland weiterhin jedes Jahr zu vielen Todesfällen. Auch wenn immer weniger Menschen rauchen.

Hamm – Das „Jahrbuch Sucht 2022“ der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) gibt auch in diesem Jahr wieder einen Einblick in den Alkohol- und Tabak-Konsum der Deutschen. Dabei stellt sich natürlich auch die Frage, welche Auswirkungen die Corona-Pandemie auf das Suchtverhalten hat. Experten betonen in dem veröffentlichten Bericht, dass jährlich mehrere Zehntausend Menschen an den Folgen des Alkoholtrinkens und Rauchens sterben.

Alkohol und Rauchen in Deutschland: Mehrere Zehntausende sterben jährlich

Alkohol und Rauchen töten jährlich mehrere Tausend Menschen in Deutschland laut dem aktuellen Bericht im „Jahrbuch Sucht 2022“.
Jedes Jahr sterben mehrere Zehntausend Deutsche an den Folgen von Alkohol- und Tabakkonsum. (Symbolbild) © Pius Koller/IMAGO

Noch immer gilt Deutschland im internationalen Vergleich als „Hochkonsumland“, wenn es um das Genussmittel Alkohol geht. Und das, obwohl sich tendenziell eine Verbesserung und durchaus Fortschritte abzeichnen, insbesondere im längerfristigen Vergleich. So konsumierte 1970 jeder Bundesbürger ab 15 Jahren im Schnitt noch 14,4 Liter Reinalkohol. 2019 hingegen waren es nur noch 10,2 Liter.

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Dennoch sind zahlreiche körperliche Erkrankungen auf Alkoholkonsum zurückzuführen. Alkohol tötet demnach jährlich mehrere Zehntausende Bürger in Deutschland. Wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) berichtet, gab es 2016 binnen eines Jahres beispielsweise 62.000 alkoholbedingte Todesfälle. Dabei sehen die Zahlen, die die Sterbefälle aufgrund von Tabakkonsum betreffen, noch dramatischer aus.

Rauchen: Im Jahr 2018 starben rund 127.000 Menschen an den Folgen von Tabakkonsum

Wie die aktuellsten Zahlen zeigen, starben 2018 rund 127.000 Menschen an den Folgen des Rauchens. Insgesamt rauchen die Deutschen allerdings weniger Zigaretten. Im Vergleich zum Vorjahr fiel der Zigarettenkonsum laut dem „Jahrbuch Sucht 20222“ im Jahr 2021 um 2,8 Prozent auf 71,8 Milliarden Stück und erreicht damit den Tiefstand am Pro-Kopf-Verbrauch von 863 Fertigzigaretten seit der Wiedervereinigung. Gleichzeitig stieg jedoch der Konsum von Tabak für Wasserpfeifen. Besonders bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist das Rauchen des Tabaks in Shishas, deren gesundheitlichen Gefahren oft unterschätzt werden, beliebt. Der Konsum steigerte sich um 40 Prozent auf 8400 Tonnen.

Rauchen und Alkohol: Wie wirkt sich die Corona-Pandemie auf den Konsum aus?

Die anhaltende Corona-Pandemie geht natürlich an vielen Menschen nicht spurlos vorüber. Laut der DHS wurde auch die psychische Gesundheit der deutschen Bevölkerung stark beeinträchtigt. Mithilfe von Suchtmitteln versuchen Menschen in Krisen vermehrt, Belastungen zu kompensieren. Dennoch ließe sich daraus nicht schlussfolgern, dass Deutsche aufgrund von Corona abhängiger geworden seien. Nach einer Corona-Impfung sollte man übrigens auf Alkohol verzichten.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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