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Anti-Thrombose-Spritze: So fällt die Überwindung für den selbst gesetzten Piks leichter

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Von: Christine Pander

Wer länger einen Gips am Bein hat, muss sich zur Vorbeugung von Thrombosen regelmäßig eine Spritze setzen. Ein Piks in die Haut klingt an sich einfach. Doch wie überwindet man sich?

Hamburg – Sie werden oft verordnet, wenn ein Bein lange ruhiggestellt wird: Anti-Thrombose-Spritzen mit dem Wirkstoff Heparin sollen in dem Fall der Bildung von Blutgerinnseln in den Venen vorbeugen. Die Spritzen können auch zum Einsatz kommen, wenn bestehende Blutgerinnsel aufgelöst werden sollen.

Anti-Thrombose-Spritze: Oft müssen die Spritzen zu Hause gesetzt werden

Häufig müssen Patienten eine Anti-Thrombose-Behandlung zu Hause selbst fortführen. Das heißt: Sie müssen sich die Spritze setzen. Klingt simpel und das ist es laut dem Allgemeinmediziner Martin Scherer auch: „Das geht total einfach und ist ganz unkompliziert.“ Patienten kommen zum Beispiel nach einem Krankenhausaufenthalt zunächst die Praxis, um die Heparin-Spritze zu bekommen, schildert der Professor für Allgemeinmedizin und Direktor des Instituts und der Poliklinik für Allgemeinmedizin am Uniklinikum Hamburg-Eppendorf. Die Hausärzte oder geschultes Praxispersonal zeigen den Patienten, wie sie sich daheim spritzen können. Was ist zu beachten?

Die Hauptstelle für das Spritzen von Heparin ist der seitliche Bauchbereich,* etwas unterhalb des Bauchnabels. „Die Spritze muss ins subkutane Fettgewebe dringen“, erklärt Scherer. Rechtshänder greifen sich mit der linken Hand an den Bauch und bilden eine Hautfalte. Dann nehmen sie mit der anderen, in diesem Fall rechten Hand, die Spritze „wie einen Dartpfeil zwischen Daumen- und Zeigefinger“ und stechen mit ein wenig Schwung in die Hautfalte rein. Anschließend drücken sie den Kolben und entleeren die Spritze.

Anti-Thrombose-Spritze: Bewegung und Sport helfen bei Venenerkrankungen

„Stellen Sie sich vor, Sie würden mit einer Nadel einen Luftballon zerplatzen lassen“, rät Scherer. Dabei würde man auch nicht zaghaft rumstochern, sondern im Wissen, nichts falsch machen zu können, mit einer flüssigen Bewegung in die „Haut“ des Ballons reinstechen. Sehr schlanken Patientinnen und Patienten, die überhaupt kein Fett unter der Bauchhaut hätten, würde der Mediziner das Selbst-Injizieren nicht empfehlen. Bei ihnen sollten im Zweifel weiterhin die Hausärztin oder der Hausarzt die Spritzen setzen.

Bewegung und bestimmte Sportarten tun Patientinnen und Patienten mit Venenerkrankungen übrigens immer gut. „Alle Sportarten, bei denen die Beinmuskeln beansprucht werden, sind zu empfehlen“, sagt der Venenspezialist. Das gilt vor allem für solche, die unter Wasser ausgeübt werden wie Schwimmen oder Aqua-Jogging.

Ansonsten helfen diese Tipps, das Thrombose-Risiko zu minimieren:

(Mit Material von dpa). Noch mehr spannende Gesundheits-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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