1. 24vita
  2. Krankheiten

Häufiger Harndrang als Symptom: Bluthochdruck kann Ursache sein – Hauptrisikofaktor für Schlaganfall

Erstellt:

Von: Natalie Hull-Deichsel

Kommentare

Ständiger Harndrang kann im Alltag unangenehm werden. Wichtig zu prüfen: Die Ursache dafür könnte Bluthochdruck sein, der natürlich behandelt werden muss.

Ist der Druck in den Blutgefäßen chronisch hoch und kann dies anhand eines systolischen sowie diastolischen Werts festgestellt werden, sprechen Experten von Bluthochdruck oder Hypertonie. Etliche Menschen merken nicht direkt, dass ihr Blutdruck zu hoch ist oder bringen mögliche Anzeichen nicht mit Bluthochdruck in Verbindung, wie eine Patientin im Gespräch mit 24vita.de schildert. Das macht die Gefahr und möglichen Folgen so dramatisch. Neben Schwitzen, Nasenbluten und Sehstörungen, zählt auch vermehrter Harndrang dazu. Wer derartige Symptome an sich bemerkt, sollte diese in jedem Fall ärztlich abklären lassen – wird Bluthochdruck zu spät erkannt oder nicht behandelt, ist die Gefahr von Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall groß.

Häufiger Harndrang: Verschiedene Erkrankungen wie Bluthochdruck und Herzschwäche möglich

Toilette
Häufiger Harndrang kann ein Hinweis auf Bluthochdruck oder eine Herzschwäche sein. (Symbolbil) © sasirin pamai/Imago

Es gibt verschiedene Warnzeichen, die bei Betroffenen auf einen Bluthochdruck hindeuten können – doch jeder empfindet diese mehr oder weniger schlimm und stuft sie gegebenenfalls nicht richtig ein. Dr. Udo Zacharzowsky, Chefarzt der Klinik für Kardiologie am Helios Klinikum Bad Saarow, betont die Wichtigkeit für jeden einzelnen, seinen Blutdruck regelmäßig zu messen oder beim Arzt messen zu lassen. Wichtig sei es, Bluthochdruck rechtzeitig zu erkennen, zu diagnostizieren, durch Anpassung der Lebensweise zu verbessern oder medikamentös zu behandeln, um Folgeschäden zu vermeiden. Forscher haben herausgefunden, dass sogar über die Ernährung mit Omega-3-Fettsäuren Blutdruck gesenkt werden kann.

Noch mehr spannende Gesundheitsthemen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

Gerade auch das nächtliche Urinieren kann einen Hinweis auf Bluthochdruck liefern. Bemerken Sie derartige Symptome, zeigen Sie keine falsche Scham und sprechen mit Ihrem Hausarzt – Scham kann letztlich sogar Lebensgefahr bedeuten. Können Ursachen wie Blasenentzündung und Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen durch andere Medikamente ausgeschlossen werden, ist es sinnvoll, den Blutdruck zu überwachen, beispielsweise anhand einer 24-Stunden-Blutdruckmessung.

Ständiger Harndrang kann auch auf eine Herzschwäche hindeuten, die sich besonders durch nächtliches Wasserlassen äußern kann. Aufgrund der eingeschränkten Leistungsfähigkeit des Herzens kommt es vermehrt zu Wassereinlagerungen im Körper. Das Wasser sammelt sich im nächtlichen Liegen an und der Körper versucht es über die Blase auszuschwemmen.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteuren und Redakteurinnen leider nicht beantwortet werden.

Auch interessant

Kommentare