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Bluthochdruck: So können Sie Langzeitschäden vorbeugen

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Von: Natalie Hull-Deichsel

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Wer einen zu hohen Blutdruck hat, sollte die Langzeitfolgen nicht unterschätzen. Der höhere Druck kann sich auf Herz, Gehirn und Nieren schwer auswirken.

Berlin – Bluthochdruck wird in den meisten Fällen spät erkannt. Das Fatale ist, dass zu hoher Druck in den Blutgefäßen auf lange Sicht Organe und Arterien unbemerkt schädigen kann und dann Auslöser für gefährliche Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall ist. Laut des Robert-Koch-Instituts (RKI) sind immerhin 30 Prozent der Deutschen von einem zu hohen Blutdruck betroffen. Es gibt Möglichkeiten, Bluthochdruck gut zu behandeln oder sogar vorzubeugen.

Bluthochdruck: Unterschied primäre und sekundäre Hypertonie

Handelt es sich um eine sekundäre Hypertonie, gilt es, die auslösende Vorerkrankung zu heilen. Bei Hormonstörungen oder Nierenerkrankungen kann das eine medikamentöse Behandlung sein. Ist der Auslöser geheilt, sinkt der Blutdruck in vielen Fällen.

Jemand misst mit einer Armmanschette und Pumgerät den Blutdruck. (Symbolbild)
Es gibt Möglichkeiten, Bluthochdruck gut zu behandeln oder sogar vorzubeugen. (Symbolbild) © Arne Trautmann/Imago

Bei der primären Hypertonie ist eine Veränderung des Lebensstils am wichtigsten. Vor allem eine leichte Hypertonie kann dadurch recht schnell verbessert werden, sodass eine medikamentöse Behandlung im besten Fall nicht nötig ist.

Bluthochdruck: Risikofaktoren vermeiden

Während die sekundäre Hypertonie durch Vorerkrankungen ausgelöst wird, ist die primäre Hypertonie oft schwer erklärbar. Das liegt daran, dass der Blutdruck durch viele komplexe Prozesse im Körper reguliert wird und noch nicht vollständig erforscht ist.

Wieso sich der Blutdruck also bei einzelnen Personen erhöht, bleibt unklar. Allerdings sind sich Forscher einig, dass es Risikofaktoren gibt, die die Erkrankungen wahrscheinlicher machen, wie:

Bluthochdruck: So können Sie Langzeitschäden vorbeugen

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Bluthochdruck: Medikamentöse Therapie

Ob Sie zusätzlich Medikamente benötigen, ist abhängig von Ihren Blutdruckwerten und demnach von der Schwere Ihrer Erkrankung. Bei einem sehr hohen Blutdruck verschreibt Ihnen Ihr Arzt sofort Medikamente. Ist Ihre Hypertonie leicht oder mittelschwer, sollten circa drei Monate mit besserer Ernährung und mehr Bewegung abgewartet werden.

Der Blutdruck wird mit zwei Werten bzw. Kennzahlen angegeben: dem systolischen als ersten und dem diastolischen als zweiten Wert. Systolische Werte zwischen 120 und 129 und diastolische Werte zwischen 80 und 84 geben einen normalen Blutdruck an. Die Schreibweise ist dann folgende: 120/80 mmHg und 129/84 mmHg.

Etwas hoch, aber noch normal sind Werte zwischen 130/85 mmHg und 139/89 mmHg. Bei einem Wert von 140/90 mmHg und höher spricht man von einer behandlungsbedürftigen Hypertonie.

Hat sich der Blutdruck durch die Anpassung Ihrer Lebensweise und Ernährung nachweislich nicht verbessert, ist es ratsam, eine medikamentöse Therapie zu starten. Auch bei leichteren Verläufen kann eine frühzeitige medikamentöse Behandlung sinnvoll sein, um das Risiko von Folgeerkrankungen zu senken. Das ist zum Beispiel bei Diabetes der Fall.

Die eingesetzten Medikamente senken den Blutdruck auf verschiedene Arten. Einige gängige Arzneien gegen Bluthochdruck sind:

Blutdruckwerte regelmäßig zu Hause messen

Nicht nur für die Vorsorge und die Diagnose: Auch für die Behandlung ist es wichtig, dass Sie regelmäßig Ihren Blutdruck messen. So erkennen Sie leichter, ob Ihre Lebensumstellungen oder Medikamente einschlagen oder sich Ihr Blutdruck weiter verschlechtert. Neben regelmäßigen Untersuchungen beim Arzt sollten Sie auch zu Hause messen. Tipps dazu gibt die Hochdruckliga oder Ihr behandelnder Arzt. Messen Sie immer morgens und abends zur gleichen Zeit. Entspannen Sie sich einige Minuten, bevor Sie den Druck messen. Morgens sollten Sie noch vor Ihren Blutdruckmedikamenten messen, um das Ergebnis nicht durch die Medikamente zu verfälschen. 

Es ist übrigens ganz normal, wenn Ihre Werte zu Hause etwas niedriger sind als beim Arzt. Das liegt häufig an der Aufregung des Arztbesuchs. *merkur.de und hna.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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