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Zum Blutkrebstag: Diese wichtige Rolle spielen die Stammzellen

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Von: Kristina Wagenlehner

Zum jährlichen Blutkrebstag (World Blood Cancer Day) informieren wir über die Rolle der Stammzellen bei dem Ausbruch und Heilung der Krankheit.

Kressbach – Mund auf. Stäbchen rein. Spender sein: Seit über 30 Jahren verfolgt die gemeinnützige DKMS (ehemals Deutsche Knochenmarkspenderdatei) das Ziel, Stammzellspenderinnen und -spender zu finden und damit Personen, die an Blutkrebs erkrankt sind, eine Heilungschance zu ermöglichen. Mittlerweile sind über 10,7 Millionen Menschen registriert und 92.000 Stammzellen vermittelt worden. Doch warum benötigen Erkrankte eigentlich eine Stammzellenspende?

Zum Blutkrebstag am 28. Mai: Stammzelle – die Mutter der Blutzelle

Milliarden von Blutzellen fließen durch Nase, Leber und Haut und versorgen den gesamten Körper mit Sauerstoff und Nährstoffen. Dabei gibt es drei Arten von Blutzellen: Rote Blutkörperchen, die den Sauerstoff transportieren, weiße Blutkörperchen, die Krankheiten bekämpfen sowie Blutplättchen, die helfen, Blutungen zu stillen. Und jeden Tag werden im Knochenmark Milliarden neuer Blutzellen gebildet, wie die DKMS berichtet. Warum das? Ist eine Blutzelle defekt oder unbrauchbar, wird der natürliche Zelltod eingeleitet. Das schützt den Körper vor Krankheiten.

Alle Blutzellen werden von Stammzellen gebildet. Stammzellen sind sogenannte Mutterzellen. Sie können sich selbst erneuern, sich in spezialisierte Zellen entwickeln und so die abgestorbenen Blutzellen ersetzen.

Zum Blutkrebstag am 28. Mai: Kaputte Blutzellen und ihre Folgen

Wird der normale Reifeprozess von Zellen unterbrochen, beispielsweise durch einen Defekt, entstehen unreife Blutzellen. Der natürliche Zelltod findet bei diesen Zellen nicht mehr statt und sie vermehren sich unkontrolliert. Diese fehlerhaften Zellen werden Krebszellen genannt und verdrängen die gesunden Zellen. Je mehr defekte Zellen im Blut vorhanden sind, desto schlechter kann das Blut Sauerstoff transportieren und Keime abwehren. Blutkrebs ist ein Sammelbegriff für verschiedene bösartige Erkrankungen des blutbildenen Systems. Die drei Hauptgruppen sind:

Zum Blutkrebstag am 28. Mai: Erfolgreiche Stammzellenspende

Bei einer Stammzellenspende werden dem Spender Stammzellen aus dem Blut oder Knochenmark entnommen. Der Blutkrebspatient erhält diese dann, ähnlich einer Bluttransfusion, intravenös. Zuvor müssen jedoch alle Krebszellen getötet werden. Die neuen Stammzellen werden dann über den Blutstrom im Körper verteilt. Ist die Stammzellenspende erfolgreich, nisten sich Spenderzellen in den Knochenhohlräumen der Patientin oder des Patienten ein. Dort beginnen sie neue, gesunde Blutzellen zu bilden. Wie groß die Chancen sind, dass eine Stammzellenspende erfolgreich verläuft und dadurch der Blutkrebs besiegt wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Eine Prognose ist daher schwierig. Der Lebensstil hingegen kann das Krebsrisiko senken. Dazu gehört auch, den Kontakt zu krebserregenden Stoffe zu vermeiden, zur Vorsorge zu gehen und seine Haut vor UV-Strahlung zu schützen.

Zum Blutkrebstag am 28. Mai: Kaum neue Spender

Seit der Corona-Pandemie sind kaum neue potenzielle Stammzellspender hinzugekommen. In Nürnberg wird daher aktuell angeboten nach einem Corona-Test auch einen Wangenabstrich für die Typisierung einer Knochenmarkspende durchzuführen.*

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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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