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Bore-out: Wenn Langeweile im Beruflichen gefährlich wird

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Von: Kristina Wagenlehner

Junge Frau sitzt vor einem Laptop und stützt den Kopf ab (Symbolbild)

Zu wenig Arbeit kann auch Stress verursachen (Symbolbild) © Louis Christian/Imago

Bore-out: Langeweile im Job. Wem es im Beruf an Herausforderung fehlt, kann ein sogenanntes Bore-out entwickeln. Welche Symptome dafür typisch sind und wie Sie vorbeugen können.

Leipzig – In der Arbeit ist wenig zu tun? Ist doch schön! Nein, nicht immer. Wer im Beruf über längere Zeit unterfordert und gelangweilt ist, der kann ein sogenanntes Bore-out entwickeln. Die Unterforderung im Job verursacht Stress, der die Psyche und Seele belastet.

Bore-out: Auf diese Symptome sollten Sie achten

Der Begriff Bore-out beschreibt in erster Linie einen Zustand: Eine betroffene Person leidet unter Erschöpfung, die durch Unterforderung im Job hervorgerufen wird. Auf welche Symptome Sie achten sollten:

Bore-out: Was tun? Wenn Sie sich im Job langweilen

Wenn Sie sich im Beruf unterfordert fühlen, sollten Sie die Unterforderung direkt bei Ihrem Vorgesetzten ansprechen. Ist dieser Schritt geschafft, liegt es aber nicht mehr allein in Ihrer Hand. Lösungen müssen nun gemeinsam gefunden werden. Teamleiter:innen sind dann in der Pflicht, die Arbeit besser zu verteilen oder dem:r Angestellten mehr Aufgabenbereiche zu übertragen. Helfen kann es aber auch, die Arbeitszeiten zu lockern. So müssen Arbeitnehmer nicht sinnlos die Zeit vor dem Bildschirm absitzen. Wenn dies aber nichts bringt oder nicht möglich ist, müssen die Betroffenen neue Wege suchen*. Beispielsweise die Abteilung oder gar den Arbeitgeber wechseln.  

Bore-out: Ab wann es gefährlich wird

Antriebslosigkeit und Schlafstörungen sind zwar auch Symptome einer Depression, aber Bore-out ist – ebenso wie Burn-out – keine anerkannte Krankheit. Dafür fehlen noch wissenschaftliche Studien.

Für Prof. Ulrich Hegerl, Vorstand der Deutschen Depressionshilfe, ist daher Bore-out ein Modebegriff. „Anders wird es, wenn körperliche Beschwerden, Schlafstörungen, Appetitstörungen, Erschöpfungsgefühl und gedrückte Stimmung dazukommen, dann spricht dies für das Vorliegen einer depressiven Erkrankung.“ Wenn diese Diagnosekriterien einer Depression vorliegen, solle man sie nicht hinter neuen schwammigen Modebegriffen verstecken, wie Quarks berichtet. Wenn also ein Verdacht auf eine Depression vorliegt, sollen Betroffene unbedingt einen Haus- oder Nervenarzt aufsuchen. Besonders, wenn Sie an Covid-19 erkrankt sind oder waren. Denn die Erkrankung kann auch zu neurologischen oder psychischen Schäden führen. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteur:innen leider nicht beantwortet werden.

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