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„Burning-Feet-Syndrom“: Das steckt dahinter, wenn die Füße brennen und schmerzen

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Von: Jasmin Pospiech

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Eine Person untersucht die Füße einer anderen. (Symbolbild)
Sie leiden unter heißen, brennen Füßen? Ein Arzt kann schnell abklären, was dahinter steckt. (Symbolbild) © Imago

Brennende, heiße, juckende Füße? Dann könnten Sie unter dem „Burning-Feet-Syndrom“ leiden. Was es damit auf sich hat und was Sie tun können, erfahren Sie hier.

München – Viele haben schon mal etwas vom „Restless Legs“-Syndrom gehört. Dann ist an Einschlafen ist nicht zu denken, wenn die Füße immer wieder unkontrolliert zucken. Zugrunde liegt eine Erkrankung des Nervensystems, bei dem es oft zu einer Bewegungsunruhe, Taubheits- und Missempfindungen in den Beinen kommt. Doch die wenigsten haben schon mal vom „Burning-Feet-Syndrom“ gehört.

„Burning-Feet-Syndrom“: Das steckt dahinter, wenn die Füße brennen und jucken

Auch das kann pünktlich zum Einschlafen auftreten und löst bei Betroffenen einen großen Leidensdruck aus. Denn das fühlt sich nicht nur unangenehm an, sondern hindert auch daran, gut schlafen zu können. Die Folge können massive Schlafstörungen sein. Das sind die Symptome des „Burning-Feet-Syndroms“:

Was die Diagnose des Syndroms so schwierig macht: Die Beschwerden variieren erheblich bei Betroffenen im Schweregrad. Während sie bei den einen nur in den Fußsohlen lokalisiert sind, können sich die Missempfindungen beim Burning-Feet-Syndrom (oder auch Grierson-Gopalan Syndrom genannt) in schlimmen Fällen sogar bis in den Unterschenkel hochziehen.

Nicht immer muss hinter den Schmerzen eine ernsthafte neurologische Erkrankung zugrunde liegen. Manchmal steckt auch „nur“ ein Nährstoffmangel dahinter oder ein Nerv ist eingeklemmt, etwa durch eine Verletzung, Sport oder Operation. Daher ist es wichtig, dass Betroffene zuerst einen Arzt aufsuchen und abklären lassen, was ihnen fehlt.

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„Burning-Feet-Syndrom“: Die Ursachen sind vielfältig

Lautet die Diagnose tatsächlich „Burning-Feet-Syndrom“, ist damit ein Nervenschaden gemeint, auch „Periphere Neuropathie“ genannt. Dieser entsteht, wenn die sensorischen Nerven, welche das Rückenmark mit den Nerven verbindet, beschädigt sind. Ursachen können vielfältig sein, darunter:

Je nach Ursache verfolgt der behandelnde Arzt verschiedene Behandlungsansätze. Demnach verschreibt er entweder entsprechende Medikamente oder auch Einlagen, eine Physiotherapie oder ein individuelles Sport- und Ernährungsprogramm. In schweren Fällen hilft allerdings nur eine orthopädische Operation.

„Burning-Feet-Syndrom“: Das hilft kurzfristig gegen die Beschwerden

Um sich kurzfristig Linderung zu verschaffen, raten Ärzte, die brennenden Füße zu kühlen. Dazu können Sie sie für einige Minuten in ein kaltes Fußbad tauchen. Zudem sollten Sie besser Socken und Schuhe ausziehen, die Füße und Beine hochlegen. Haben Sie Schmerzen, können entzündungshemmende Medikamente wie Ibuprofen, die Sie ohne Probleme in der Apotheke erwerben können, Abhilfe schaffen. Ein weiterer Tipp: kühlende Lotionen mit zum Beispiel Aloe vera. Damit massieren Sie Ihre Füße ein. Treten die Beschwerden allerdings häufig auf, ist der Gang zum Arzt unvermeidbar. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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