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Chronische Leukämie: Beschwerden oft erst nach Jahren bemerkbar

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Von: Laura Knops

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Die chronische Leukämie verläuft in der Regel schleichend. Meist machen sich die Beschwerden bei dieser Form erst nach Jahren bemerkbar. 

Bei der seltenen Krebserkrankung Leukämie, umgangssprachlich auch als Blutkrebs bezeichnet, kommt es zu bösartigen Entartungen der Blutzellen. Leukämien können chronisch und akut auftreten. Doch obwohl die Behandlung vor allem in den letzten Jahrzehnten enorme Fortschritte gemacht hat, ist gerade die Diagnose der chronischen Leukämie immer noch schwierig. Grund dafür sind die häufig unspezifischen Symptome, welche zu einer meist sehr späten Feststellung der Krankheit führen. Welche Anzeichen auf eine chronische Leukämie hindeuten, erfahren Sie hier. 

Chronische Leukämie verläuft schleichend: Patienten haben oftmals keine Symptome

Unter dem Begriff Leukämie fassen Mediziner verschiedene Krebserkrankungen des Blutsystems zusammen. Während alle Formen von den Knochenmarkzellen ausgehen und durch eine hohe Zahl an weißen Blutkörperchen erkennbar sind, unterscheiden sich die Leukämien in ihrem Verlauf. Unterteilen lassen sich diese grob in akute und chronische Leukämien. Symptome, Krankheitsverlauf, Prognose und Behandlungsmöglichkeiten unterscheiden sich deutlich voneinander. 

Es sind verschiedene Blutzellen bei einer chronischen Leukämie zu sehen (symbolbild).
Die chronische Leukämie bleibt häufig für lange Zeit unerkannt (Symbolbild). © Science Photo Library / Imago

Die chronische Leukämie ist nicht heilbar, schreitet aber in der Regel deutlicher langsamer voran als die akute Erkrankung. So entwickelt sich die chronische Leukämie häufig schleichend über Jahre hinweg. Betroffene durchlaufen dabei verschiedene Krankheitsstadien, welche durch verschiedene Symptome gekennzeichnet sind. Während der ersten Phase, auch chronische Phase genannt, weisen Patienten meist keinerlei – oder nur gering ausgeprägte – Symptome auf. Eine Diagnose geschieht in dieser Phase daher eher zufällig. 

Chronische Leukämie verläuft schleichend: Keine typischen Beschwerden

Laut dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) äußert sich die chronische Leukämie von Patient zu Patient unterschiedlich. Typische Anzeichen sind beispielsweise geschwollene Lymphknoten, Schmerzen, veränderte Verdauungsgewohnheiten, Husten oder Luftnot. Symptome, die sicher auf eine chronische Leukämie hindeuten, gibt es jedoch nicht.

Folgende Symptome können zudem auf eine chronische Leukämie hindeuten: 

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Chronische Leukämie verläuft schleichend: Symptome nehmen im Krankheitsverlauf zu

Die chronische Phase kann in manchen Fällen einige Jahre andauern. Meist verschlechtern sich die Symptome dann jedoch schlagartig. In der akzelerierten Phase nehmen die Symptome deutlich zu und entsprechenden den Beschwerden während einer akuten Leukämie. Laut dem Deutschen Krebsinfromationszentrum (DKFZ) ist dies auf den Anstieg der unreifen weißen Blutkörperchen (Blasten) im Blut zurückzuführen. 

Die Heilungschancen bei einer Leukämie sind neben der Art der Erkrankung vor allem vom Zeitpunkt der Diagnose und dem Alter des Patienten abhängig. Je früher die Krankheit erkannt wird, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit zu genesen. Einem Großteil der Patienten kann mit einer Chemotherapie geholfen werden. So kann die Leukämie in vielen Fällen behandelt und über einen langen Zeitraum gut kontrolliert, in einigen Fällen sogar geheilt werden. 

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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