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Corona-Booster-Impfung: Nebenwirkungen, die möglich sind

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Von: Christine Pander

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Eine junge Frau holt sich im Impfzentrum eine Booster-Impfung, ein Mann im grünen Kittel verabreicht ihr die Spritze. (Symbolbild)
Viele Menschen ziehen die Booster-Impfung in Betracht. (Symbolbild) © Frank Hoermann/SVEN SIMON/Imago

Seit Oktober 2021 wird geboostert. Die Auffrischimpfung gegen Corona gilt als sicher. Studien zeigen, welche Nebenwirkungen nach dem Booster möglich sind.

Berlin – Mehr als vier Millionen Menschen in Deutschland haben bisher eine dritte Impfung gegen Covid-19 erhalten. Als Auffrischungsimpfungen sind die Wirkstoffe von Biontech und Moderna zugelassen. Aufgrund einer klinischen Studie aus den USA mit mehr als 300 Teilnehmern wissen Experten, dass die Häufigkeit und der Schweregrad der Impfreaktionen den bereits bekannten Nebenwirkungen infolge der Grundimmunisierung ähneln.

Corona-Booster-Impfung: Diese Nebenwirkungen sind bekannt

Um Nebenwirkungen gering zu halten, empfiehlt das Bundesgesundheitsministerium, dass die dritte Impfung mit dem Impfstoff verabreicht wird, der auch bereits für die Grundimmunisierung verwendet wurde. Zu den bislang häufigsten beobachteten Impfreaktionen nach der Booster-Impfung zählen nach Angaben der US-Studie: 

Seltener traten der Studie zufolge Muskel- oder Gelenkschmerzen sowie Schüttelfrost auf. Nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde FDA beklagten allerdings mehr Menschen (5,2 Prozent) das Anschwellen von Lymphknoten in den Achselhöhlen als nach der zweiten Impfdosis mit Comirnaty, also dem Biontech-Impfstoff. Bei allen Betroffenen äußerte sich die Impfreaktion innerhalb von drei Tagen nach der Impfung. Innerhalb von zwei bis acht Tagen war sie wieder vollständig abgeklungen. Von allergischen Reaktionen wurde nicht berichtet.

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Nach Angaben der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) ähneln auch die Nebenwirkungen nach der Auffrischungsimpfung mit dem Impfstoff von Moderna (Spikevax) den Impfreaktionen nach der zweiten Dosis. Im Vergleich zur ersten Impfung wird bei der Booster-Impfung aber nur die halbe Dosis verabreicht. 

In einer klinischen Studie mit 171 Teilnehmenden, deren Erst- und Zweitimpfung bereits mit dem Moderna-Impfstoff erfolgte, wurde unter den 18- bis 65-Jährigen von diesen Nebenwirkungen berichtet:

Geschwollene Lymphknoten beklagten 24,8 Prozent der 18- bis 65-Jährigen. Bei den über 65 Jahre alten Probandinnen und Probanden lag der Anteil bei 5,3 Prozent. Von gefährlichen allergischen Reaktionen wurde nicht berichtet. 

Vor allem in Bezug auf die mRNA-Impfstoffe waren in der Vergangenheit immer wieder sehr seltene Fälle von Herzmuskel- und Herzbeutelentzündungen bei jüngeren Personen unter 30 Jahren aufgetreten. Bei Spikevax häufiger als bei Comirnaty. Schweden setzte daraufhin das Vakzin von Moderna bei Menschen unter 30 Jahren vorläufig aus. 

Nach Angaben der Stiko ist der Verlauf der Herzmuskel- und Herzbeutelentzündungen nach bisherigem Kenntnisstand „überwiegend mild“. Der EMA zufolge ist das Risiko von entzündlichen Herzerkrankungen oder anderen seltenen Nebenwirkungen nach einer Booster-Impfung noch nicht bekannt. Wer sich die Booster-Impfung holen sollte, lesen Sie hier.*

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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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