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Corona: Neue Variante auf Zypern entdeckt – wurde im Labor geschlampt?

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Von: Jasmin Farah

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Das Corona-Virus lässt uns einfach nicht in Ruhe. Immer wieder entdecken Forscher weltweit neue Varianten. Doch nicht immer scheint mehr dahinterzustecken.

Zypern – Wie Virologen bereits vermutet haben, hat Omikron uns hierzulande seit Anfang des Jahres fest im Griff. Die Neuinfektionen schnellen wieder in die Höhe und erreichen täglich ein neues Rekordhoch. Zwar gehen Experten davon aus, dass die Omikron-Variante milder verläuft, dennoch gilt sie auch als ansteckender. Dass das Coronavirus allerdings weiter mutieren wird, ist vielen Forschern klar.

Corona: Neue Variante auf Zypern entdeckt – wurde im Labor geschlampt?

Daher ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass Forscher am französischen Institut IHU Méditerranée Infection in Marseille Anfang Dezember eine neue Variante namens B.1.640.2 entdeckt haben. Dabei soll es sich um eine „atypische“ Kombinationen von Mutationen handeln. Wie gefährlich sie ist, ist noch unklar. Neue Hiobsbotschaften kommen jetzt zudem aus Zypern.

Wissenschaftlerin forscht im Labor an COVID-19-Impfung. (Symbolbild)
Deltacron: Forscher wollen eine Kombination der Corona-Varianten Delta und Omikron entdeckt haben. (Symbolbild) © Buero Monaco/Imago

Forscher der dortigen Universität um Molekularbiologe und Virologe Leondios Kostrikis haben Medienberichten zufolge einen besonderen Virenstrang des Coronavirus entdeckt. Demnach sollen sich Infizierte nach ersten Erkenntnissen mit Delta und Omikron (englisch „Omicron“) infiziert haben und in deren Folge sich die Erbsubstanzen der beiden Varianten kombiniert haben. Deshalb haben die Wissenschaftler diese Variante auch „Deltacron“ getauft.

„Wir werden in Zukunft sehen, ob dieser Stamm pathologischer oder ansteckender ist oder ob er sich gegenüber Delta und Omikron durchsetzen wird“, soll Wissenschaftler Kostrikis in einem Interview mit dem zypriotischen Fernsehsender Sigma TV erklärt haben. Doch manche Forscher sind angesichts der neuen Ergebnisse skeptisch.

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Corona: Neue Variante auf Zypern entdeckt – Experten sind skeptisch

Zwar gehe man davon aus, dass eine Kombination von Corona-Mutationen (auch Rekombinanten genannt) stattfindet, aber es könnte auch einfach durch Verunreinigungen der Proben im Labor entstanden sein. Das vermutet zumindest der Virologe Tom Peacock auf Twitter, der am britischen Imperial College London zu Corona forscht.

„Es ist zwar durchaus möglich, dass es Rekombinanten gibt, aber bislang wurden keine größeren Ausbrüche mit solchen Varianten beobachtet“, betont auch Richard Neher von der Universität Basel gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RDN). „Diese Genome aus Zypern sind vermutlich keine Rekombinanten.“

Und tatsächlich soll ein Mitglied des griechischen Krisenstabes für die Corona-Pandemie, Gikas Magiorkinis, laut dem RND auf Twitter bereits zurückgerudert sein. „Erste Analysen zeigen, dass es sich um einen technischen Fehler des Labors handelt“, erklärt der Epidemiologe abschließend.*Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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