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Corona: Forscher enthüllen, warum Omikron milder verläuft

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Von: Anna Katharina Küsters

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Wissenschaftlern verschiedener Universitäten ist es gelungen, die Corona-Variante Omikron besser zu verstehen. Das Virus hat eine Schwachstelle.

Frankfurt am Main – Momentan überzieht die sogenannte Omikron-Variante Deutschland mit täglich vielen neuen Infektionen. Doch wie bereits zu Beginn vermutet, sind die Krankheitsverläufe milder und weniger Menschen müssen auf die Intensivstation. Als die Delta-Variante vor wenigen Monaten noch vorherrschte, steckten sich zwar deutlich weniger Menschen an, die alte Virus-Variante war Omikron aber in einem Punkt deutlich überlegen.

Corona: Forscher enthüllen, warum Omikron milder verläuft

Die 7-Tages-Inzidenz klettert seit Wochen stetig nach oben und ist auch in Deutschland nicht mehr weit von der 1.000er-Marke entfernt. Nahezu alle Menschen, die sich momentan mit dem Coronavirus infizieren, stecken sich mit der Omikron-Variante an. Seit Forschende sie Ende vergangenen Jahres in Afrika entdeckt haben, überzieht sie die Erde. Doch etwas hat sich verändert, denn klar ist mittlerweile, dass deutlich weniger infizierte Menschen schwer erkranken und auf die Intensivstation müssen.

Zu sehen sind drei kleine Glasröhrchen auf blauem Untergrund, die mit Omikron, Delta und Alpha beschriftet sind. (Symbolbild)
Die Omikron-Variante ist schwächer als ihr Vorgänger. (Symbolbild) © Stefan Rupp/Imago

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Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Goethe-Universität Frankfurt, dem Universitätsklinikum Frankfurt und der britischen University of Kent haben mit ihrer Forschung nun das Rätsel um Omikron in Teilen entschlüsseln können. Denn Omikron verbreitet sich zwar rasant, aber im Gegensatz zur vorher herrschenden Delta-Variante zeigt sich, dass die Viren sehr empfindlich sind gegenüber einem bestimmten Abwehrmechanismus im Körper.

Corona: Immunsystem setzt sich besser durch

Die Forscher haben herausgefunden, dass die Omikron-Variante einen aus der Perspektive des Virus gesehenen Schwachpunkt hat: die Interferon-Antwort, ein zellulärer Abwehrmechanismus im Körper. Befallen nun Omikronviren die Zellen, schwächen sie diese zwar, verhindern aber nicht, dass die Zellen weiterhin Interferon produzieren. Dieses Interferon wiederum greift das Virus an und kann es so schneller besiegen. Bei der Delta-Variante sah das Ganze noch anders aus, denn sie unterband die Produktion von Interferon und nahm dem Körper so eine Schutzmöglichkeit.

Prof. Jindrich Cinatl vom Institut für Medizinische Virologie der Goethe-Universität macht zudem Hoffnung bezüglicher weiterer Corona-Medikamente. So macht er deutlich, dass die bisherigen Anstrengungen von Medizinerinnen und Medizinern, geeignete Medikamente gegen Corona zu finden, nicht umsonst gewesen sind. Vielmehr sagt Cinatl, dass es in naher Zukunft eine größere Auswahl an speziell an die Omikron-Variante angepassten Wirkstoffe geben wird.

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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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