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Corona und die Impfstoffe: Kleines Impf-ABC

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Von: Christine Pander

Sollten Sie einen Impftermin haben, bei dem von Biontech die Rede war und dann im Impfpass etwas anderes lesen: Kein Grund zur Panik.

Berlin – Diese Namen kennt inzwischen doch fast jeder: Biontech, Astrazeneca, Moderna und Johnson & Johnson. Es sind die Bezeichnungen der Corona-Impfstoffhersteller, von denen seit Monaten schon viel zu lesen ist. Wer nun aber denkt, dass er nach seinem Biontech-Impftermin auch zwingend diese Bezeichnungen im Impfpass stehen haben wird, wundert sich vielleicht über andere Bezeichnungen.

Corona und Impfstoff-Namen: Biontech ist Comirnaty

1. Biontech/Pfizer und der Impfstoff Comirnaty

Mit den Vakzinen von Biontech/Pfizer, Astrazeneca, Moderna sowie Johnson&Johnson wird derzeit in Deutschland geimpft. Auf den Impfdosen, den Nachweisen im Impfpass oder verschiedenen Infoseiten stehen aber teilweise die Bezeichnungen Comirnaty, Vaxzevria oder Janssen. Das sind keine weiteren Impfstoffe.

Der Handelsname des Impfstoffes von Hersteller Biontech/Pfizer heißt beispielsweise Comirnaty. Der Name ist eine Kunstwort der Begriffe Covid-19, mRNA (für die Art des Impfstoffs), Community (Gemeinschaft) und Immunity (Immunität). Das teilte Biontech anlässlich der Impfstoffzulassung im Dezember 2020 in einer Pressemitteilung mit. Den Namen hat das Brand Institute aus Miami entwickelt, ein Unternehmen, das sich auf die Entwicklung von Namen in der Pharmabranche und dem Gesundheitsbereich spezialisiert hat.

Der Wirkstoff des Biontech-Vakzins hat den klingenden Namen Tozinameran. Auch diese nicht ganz unkomplizierte Bezeichnung wurde vom Brand Institute entwickelt. Comirnaty wird zwei Mal in einem Abstand von sechs Wochen verimpft. Zugelassen ist er derzeit für Personen ab 16 Jahren. Aktuell wird auch diskutiert, ob er für Kinder zugelassen werden kann. Der Hersteller Biontech hat die Zulassung für zwölf- bis 15-jährige Kinder beantragt. Biontech ist ein deutsches Biotechnologieunternehmen mit Firmensitz in Mainz.

Corona und Impfstoff-Namen: Astrazeneca wird zu Vaxzevira

2. Moderna heißt auch im Impfpass Moderna

Der Impfstoff von Moderna heißt ganz schlicht Covid-19 Vaccine Moderna. Aber auch dieser Stoff erhielt seine Bezeichnung erst im Nachhinein. Anfangs wurde er noch mRNA-1273 genannt. In Studien ist der Name daher noch zu finden. Allerdings nicht auf den Impfdosen oder im Impfpass. Zugelassen wurde das Vakzim im Januar 2021. Freigegeben ist er ab 18 Jahren. Und auch hier sind zwei Impfungen für einen vollständigen Impfschutz nötig. Diskutiert wird ebenso wie bei Comirnaty, ob der Impfstoff auch für jüngere Menschen zur Verfügung gestellt werden kann. Moderna ist ein Biotechnologieunternehmen aus Cambridge.

3. Astrazeneca und der Impfstoff Vaxzevria

Seit Ende März 2021 heißt der Impfstoff von Hersteller Astrazenca nun Vaxzevria. Zunächst hieß er Covid-19 Vaccine Astrazeneca. Da eine Umbenennung kompliziert ist und Zeit in Anspruch nimmt, können beide Bezeichnungen auftreten. Der Hersteller selbst nutzt die Bezeichnung AZD1222. Der Wirkstoff des Mittels heißt wiederum ChAdOx1. Vaxzevria wird in zwei Dosen verabreich.

Zugelassen wurde er im Januar 2021. Nach einem Debakel um die Verwendungsempfehlung ist er für Menschen ab 18 Jahren erlaubt.Allerdings empfehlen es manche Ärzte vor allem Frauen bis zu einem bestimmten Alter nicht. Der Impfstoff wird einer speziellen Personengruppe nur auf ihren ausdrücklichen Wunsch hin verabreicht. Die AstraZeneca GmbH in Wedel in Schleswig-Holstein ist die deutsche Tochtergesellschaft des britisch-schwedischen Pharmaunternehmens AstraZeneca PLC mit Hauptsitz in Cambridge.

Corona und Impfstoff-Namen: Johnson & Johnson ist Covid-19 Vaccine Janssen

4. Johnson & Johnson und der Impfstoff Covid-19 Vaccine Janssen

Zugelassen ist der Impfstoff von Johnson & Johnson auf die Pharma-Firma Janssen Cilag International. Janssen ist ein Teil des Johnson & Johnson-Konzerns und firmiert in den Niederlanden. Der Name des Impfstoff ist Covid-19 Vaccine Janssen. In der Produktinformation zum Impfstoff ist aber auch der Name Ad26.COV2.S vermerkt. Diese Bezeichnung wurde verwendet, während sich das Vakzin noch in der Zulassung befand. Deswegen findet sich der Name auch in Studien. Von dem Impfstoff genügt im Gegensatz zu den anderen drei zugelassenen Impfstoffen eine Dosis. Zugelassen ist er seit dem 11. März 2021 für Menschen ab 18 Jahren.

Viele Menschen fragen sich, ob sie nach einer Impfung zuverlässig gegen eine Ansteckung mit dem Corona-Virus geschützt sind, Nach dem derzeitigem Erkenntnisstand gilt nach Angaben unter anderem vom Bundesministerium für Gesundheit:

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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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