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Corona-Impfung bei Kindern: Impfstoff laut Studie wirksam und sicher

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Von: Christine Pander

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Eine kleines Kind unter drei Jahre alt wird in den Arm gespritzt (Symbolbild)
Auch für Kleinkinder soll ein Corona-Impfstoff verfügbar sein (Symbolbild) © Ute Grabowsky/ Iimago

Der Impfstoff gegen Corona des Herstellers BioNTech/Pfizer ist einer neuen Studie zufolge für fünf- bis elfjährige Kinder sicher und wirksam.

Berlin – Es dürfte die wohl derzeit schwerste Impf-Entscheidung aller Eltern werden: Das eigene Kind gegen Corona impfen lassen oder nicht? Ist die Impfung sicher? Eine aktuelle Studie sagt: Ja, das ist sie. Der Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer hat sich nach Angaben der beiden Unternehmen bei Kindern im Alter von fünf bis elf Jahren als gut verträglich und wirksam erwiesen.

Corona-Impfung bei Kindern: Nur ein Drittel der Dosis verabreicht

Der Corona-Impfstoff von BioNTech/Pfizer für Kinder im Alter von fünf bis zwölf Jahren soll aber nicht nur gut verträglich sein, sondern er ruft der Studie zufolge auch eine stabile Immunantwort hervor. Die Hersteller wollen nun die Daten der klinischen Studie so bald wie möglich der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA und der amerikanischen Zulassungsbehörde FDA vorlegen. Das teilten sie in einer Pressemitteilung mit. „Wir freuen uns, für diese Gruppe von Schulkindern noch vor Beginn der Wintersaison Daten bei den Aufsichtsbehörden einreichen zu können,“ sagte BioNTech-Chef Ugur Sahin.

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Anders als in der Altersgruppe über zwölf Jahre wurde den Kindern von fünf bis elf Jahren für die klinische Studie der Phase 2/3 nur ein Drittel der Dosis verabreicht. Die beiden Impfungen lagen drei Wochen auseinander.

Corona-Impfung bei Kindern: Studie mit 4500 Teilnehmern

„Die Antikörper-Reaktionen bei den Teilnehmern, denen eine Dosis von zehn Mikrogramm verabreicht wurde, war vergleichbar mit denjenigen aus einer früheren Studie von Pfizer/BioNTech-Studie bei Menschen im Alter von 16 bis 25 Jahren, die eine 30 Mikrogramm-Dosis erhalten hatten“, teilten die Unternehmen mit. Auch die Nebenwirkungen seien vergleichbar mit denen der älteren Gruppe gewesen. Ergebnisse von zwei weiteren Teilnehmergruppen im Alter von zwei bis fünf Jahren sowie von sechs Monaten bis zwei Jahren würden bis Ende des Jahres erwartet.

An der Studie waren insgesamt 4 500 Kinder im Alter von einem halben Jahr bis elf Jahren beteiligt, die präsentierten Daten zu den Fünf- bis Elfjährigen gehen auf 2 268 Teilnehmer zurück. Beteiligt sind über 90 Kliniken in den Vereinigten Staaten, Finnland, Polen und Spanien.

Corona-Impfung bei Kindern: Zulassung wird noch dauern

Die Unternehmen planen einen Antrag an die EMA zur Aktualisierung der bedingten Zulassung auf dem europäischen Markt sobald als möglich. In den USA soll ein kurzfristiger Antrag auf eine Notfallzulassung (EUA) aufgenommen werden, da sie weiterhin Sicherheits- und Wirksamkeitsdaten für ihren Impfstoff sammeln, die für eine vollständige Zulassung bei der FDA in dieser Altersgruppe notwendig wären. BioNTech/Pfizer ist weltweit der erste Hersteller, der eine Zulassung für unter Zwölfjährige offiziell beantragt.

Aus der Pressemitteilung geht indes nicht hervor, ob es bei Fünf- bis Elfjährigen zu anderen Nebenwirkungen gekommen ist als in der älteren Gruppe. Die Hersteller verweisen aber allgemein auf die Möglichkeit von Allergien und dem vereinzelten Auftreten von Herzmuskelentzündungen nach der Impfung.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte am Montag angekündigt, er rechne erst Anfang 2022 damit, auch Fünf- bis Elfjährige gegen Covid-19 geimpft werden können. Spahn betonte, dass zwischen der Zulassung und einer Impfempfehlung durch die Ständige Impfkommission (Stiko) noch einmal Zeit vergehen werde. 

Bis dahin ist es wichtig, Kinder so gut wie möglich vor einer Covid-Ansteckung zu schützen. Diese Tipps des Bundesgesundheitsministeriums helfen:

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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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