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Medikamente gegen Corona: Die Impfung oder jeden Tag 50 Präparate?

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Von: Jennifer Köllen

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Diese Corona-Medikamente bekommt ein Patient auf der Intensivstation pro Tag.
All diese Corona-Medikamente bekommt ein Patient auf der Intensivstation pro Tag. Ist das besser als eine Impfung? © drfrocester/Twitter

Ein Arzt hat auf Twitter ein Bild geteilt, das zeigt, wie viele Medikamente ein Corona-Patient täglich auf einer Intensivstation nehmen muss. Es geht viral.

Gloucester – Impfskeptiker und Impfgegner argumentieren häufig damit, dass sie sich nicht impfen lassen möchten, weil es den Corona-Impfstoff noch nicht so lange gebe. Impfstoffe könnten schließlich Nebenwirkungen haben. Doch mindestens 80 Prozent der Patienten auf den Intensivstationen sind derzeit ungeimpft. Und diese müssen pro Tag eine ganze Menge Medikamente zu sich nehmen. Impfbefürworter argumentieren mit dem Einwand: Und was ist mit den Nebenwirkungen dieser Medikamente?

Medikamente gegen Corona: Die Impfung oder jeden Tag 50 Präparate?

Wie viele Medikamente Corona-Intensivpatienten zu sich nehmen müssen, hat David Windsor nun für jeden anschaulich offengelegt. Der Arzt arbeitet auf einer Intensivstation in Gloucester in England. Als „drfrocester“ hat er auf Twitter ein Foto gepostet, das zeigt, wie viele Medikamente ein Covid-Erkrankter pro Tag zu sich nehmen muss. Und das ist eine ganze Menge:

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Genauer gesagt: Sechsundvierzig Flaschen, fünf Packungen sowie diverse mit Flüssigkeit gefüllte Beutel. Ein Mitarbeiter von der „FAZ“ hat sich die Mühe gemacht, die Medikamente zu zählen. Das eindrucksvolle Bild des Me­di­kamentencocktails hat der Arzt mit dem Hashtag #getthejab (auf Deutsch etwa: „Hole dir die Impfung“) versehen. Knapp 40.000 Twitter-Nutzer haben den Post bis jetzt (Stand 12. November) geteilt.

Medikamente gegen Corona: Die Impfung oder 50 Präparate

Auch in Deutschland hat der Post für Aufsehen gesorgt. Der Virologe Christian Drosten hat ihn ebenso geteilt wie der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach*. Beide Medi­ziner verwiesen laut „FAZ“ auf die möglichen Ne­benwirkungen der auf dem Bild zu sehenden Medikamente. Auch andere Twitter-Nutzer teilten den Post – bisher sind es knapp 40.000 (Stand: 12. November).

Damit ist klar: Ungeimpfte, welche sich weiterhin nicht impfen lassen möchten und sich mit Corona anstecken, müssen damit rechnen, dass auch sie diese Medikamente nehmen müssen. Welche Nebenwirkungen und Langzeitfolgen die knapp 50 Medikamente haben, können sie dann mit den Nebenwirkungen eines Impfstoffes vergleichen. Ein weiteres Argument ist auch, dass eine Corona-Infektion Entzündungen im Gehirn und Langzeitfolgen wie Gedächtnisverlust zu Folge haben kann. Eine mögliche Ursache dafür könnte der Verlust von Sauerstoff im Gehirn sein, wenn Corona-Kranke auf der Intensivstation beatmet werden müssen. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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