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Corona: Eine zweite Infektion ist nicht ungewöhnlich

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Von: Anna Katharina Küsters

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Eine Corona-Infektion hat mittlerweile fast jeder hinter sich. Doch einige infizieren sich mehrfach mit dem Virus. Das hat unterschiedliche Gründe.

Berlin – Die vergangenen zwei Jahre ist das Coronavirus das alles bestimmende gesellschaftliche Thema. Mit der zwar ansteckenderen, aber weniger gefährlichen Omikron-Variante kamen dann zu Beginn des Jahres eine sehr hohe Sieben-Tages-Inzidenz, aber auch zahlreiche Lockerungen und weniger Fälle auf der Intensivstation hinzu. Da die Variante deutlich ansteckender ist als seine Vorgänger, hat mittlerweile fast jeder eine Corona-Infektion hinter sich gebracht. Doch bei manchen Menschen ist es nicht bei einer geblieben, sie infizierten sich sogar zweimal oder noch öfter.

Corona: Warum sich manche mehrmals infizieren

Zu sehen sind viele aufeinanderliegende positive und negative Corona-Schnelltests. (Symbolbild)
Sich öfter mit Corona zu infizieren, ist nicht mehr ungewöhnlich. (Symbolbild) © Wolfgang Maria Weber/Imago

Wie schwer oder leicht eine Corona-Infektion verläuft, hängt von vielen Faktoren ab. Die Viruslast, der eine Person ausgesetzt ist, ist ebenso entscheidend wie Alter, Vorerkrankungen oder Impfstatus. Grundsätzlich gilt, dass Menschen nach einer überstandenen Infektion Antikörper entwickelt haben, mit denen sich der Körper vor weiteren Infektionen mit dem Coronavirus schützt. Liegt die Infektion länger zurück, werden die Antikörper immer weniger und somit auch die Gefahr, sich das Virus noch mal einzufangen, wieder höher. Das ist der Ablauf jeder Viruskrankheit, denn Viren verändern sich im Laufe der Zeit, der Körper muss also immer wieder individuell auf sie reagieren. So auch die Corona-Viren: Mittlerweile herrscht Omikron vor, Ende des Jahres war es noch Delta.

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Auffällig seit Beginn des Jahres ist jedoch, dass es immer häufiger auch nach einer überstandenen Erkrankung zu erneuten Ansteckungen kommt. Das liegt an der aktuellen Omikron-Variante, denn die unterscheidet sich in einigen Aspekten deutlich von seinen Vorgängern. Zu den bekannten Corona-Symptomen wie Husten und Kopfschmerzen gesellen sich zudem immer neue hinzu.

Corona: Das änderte sich durch Omikron

Bis Ende des Jahres war es eher ungewöhnlich, dass sich Menschen zweimal mit derselben Variante ansteckten, deutlich häufiger lagen Erkrankungen mit zwei unterschiedlichen Varianten vor. Seit Omikron hat sich das jedoch etwas verändert und Menschen erkranken häufiger zweimal hintereinander an der aktuellen Virusform. Auf der einen Seite ist das nicht so problematisch, da laut Forschenden die Viren seltener die Lunge angreifen, sondern eher in den oberen Atemwegen bleiben.

Das führt dazu, dass weniger Menschen auf die Intensivstation müssen und falls doch, schneller wieder von dort entlassen werden. Die Krankheitsverläufe werden also milder. Für vorbelastete Personen bedeutet das auf der anderen Seite aber auch, dass sie einem höheren Risiko ausgesetzt sind, denn auch sie stecken sich schneller mehrfach an und sind immer noch stark von den Folgen einer Krankheit bedroht.

Corona: Die Entwicklung der Antikörper

Der mildere Verlauf einer Omikron-Erkrankung ist zwar einerseits gut, andererseits führt er aber auch dazu, dass der Körper weniger Antikörper bildet. Das bedeutet, dass er sich gegen eine erneute Erkrankung nicht mehr so gut schützen kann und sich schneller wieder infiziert. Das Gute daran ist, dass der Körper schon in etwa weiß, was ihn erwartet, er ist also vorbereitet auf das Virus oder ähnliche Varianten.

Das bedeutet, dass zweite oder dritte Krankheitsverläufe in der Regel mild verlaufen. Natürlich hängt es auch dabei wieder davon ab, wie stark die Person bei der ersten und zweiten Infektion den Viren ausgesetzt war und was sie für Grundvoraussetzungen mit bringt. Eine zweite oder dritte Ansteckung ist also nicht mehr so ungewöhnlich, mit Impfung und eigenem Immunschutz ist ein schwerer Verlauf bei gesunden Menschen aber unwahrscheinlich.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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