1. 24vita
  2. Krankheiten

Corona: Neue „Killervariante“ – Lauterbach warnt vor Ausbruch

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Natalie Hull-Deichsel

Kommentare

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach sorgt für Aufsehen: Im Herbst könnte eine hochansteckende, tödlich verlaufende Corona-„Killervariante“ kommen.

Berlin – Zwar geben das geänderte Infektionsschutzgesetz und die sinkenden Corona-Inzidenzen Grund zur Hoffnung, doch ist das für viele Menschen und Politiker, allen voran Karl Lauterbach (59, SPD), kein Grund zum Aufatmen. Corona ist nach wie vor präsent und könne aufgrund weiterer Virusvarianten wieder sehr gefährlich werden. Eine rasante Ausbreitung würde dann durch den Wegfall der Maskenpflicht erst recht begünstigt werden.

Corona-Virusvarianten: Inzidenzen sinken zwar, Maskenpflicht könnte aber wieder kommen

Seit dem 3. April 2022 sind in vielen Bundesländern die strengen Corona-Regeln nicht mehr gültig. Menschen dürfen seitdem ohne Maske zum Einkaufen, in Restaurants und Bars. Das bedeutet für einen Teil der Bevölkerung wieder ein Stück mehr Lebensqualität, wohingegen andere nach wie vor Maske tragen möchten, um sich und andere zu schützen – immerhin 45 Prozent der Deutschen würden auch nach der Corona-Pandemie weiterhin einen Mund-Nase-Schutz verwenden.

Der Bundesgesundheitsminister zieht eine erneute Anpassung des Infektionsschutzgesetzes zum Herbst 2022 in Erwägung, sofern weitere Corona-Varianten wieder auf dem Vormarsch wären. Was jetzt gilt, könne sich in wenigen Monaten wieder ändern, wenn die Lage erneut dramatisch würde. „[...] Steigen die Fälle, dann gibt es wahrscheinlich neue Mutationen.“, so Lauterbach gegenüber der „Bild am Sonntag“. Aktuell sinkt die Sieben-Tage-Inzidenz zwar weiterhin, laut Robert Koch-Institut (RKI) – innerhalb eines Monats von 1651,4 auf 834,3 Neuinfektionen pro 100.00 Einwohner und pro Tag – doch bei erneuten und möglicherweise gefährlichen Corona-Virusmutationen müsste das Masketragen in Innenräumen dann wieder zur Pflicht werden.

Neue „Killervariante“ – Lauterbach warnt vor Ausbruch

„Es entwickeln sich gerade diverse Omikron-Subvarianten, die für mich Anlass zur Besorgnis sind. Die Abstände, in denen neue Varianten die alten ablösen, werden immer kürzer. Das bedeutet, dass wir uns immer schlechter auf die Mutationen vorbereiten können“, so Lauterbach weiter gegenüber der „Bild am Sonntag“. Es sei „durchaus möglich, dass wir eine hochansteckende Omikron-Variante bekommen, die so tödlich wie Delta ist. Das wäre eine absolute Killervariante.“

Karl Lauterbach auf einer Wahlkampf-Veranstaltung in Mülheim an der Ruhr (NRW) am 9. April 2022.
Gesundheitsminister Karl Lauterbach (59, SPD) – hier auf einer Wahlkampf-Veranstaltung in Mülheim an der Ruhr (NRW) am 9. April 2022 – warnt vor einer Corona-Killervariante im Herbst. (Symbolbild) © Bettina Strenske/Imago

Noch mehr spannende Gesundheitsthemen finden Sie in dem kostenlosen Newsletter von 24vita.de, den Sie gleich hier abonnieren können.

Sollte dieser Fall tatsächlich eintreten, wie würde die Deutsche Bundesregierung mit den Gesundheitsämtern darauf reagieren? Reicht die bisherige Impfung dann oder bedarf es eines weiteren, vierten Corona-Impfschutzes? „Wir besorgen Impfstoff, der vor den Omikron-Varianten schützt. Den erwarten wir im September. Impfstoff gegen Delta-Varianten haben wir schon. Unser Ziel ist, möglichst genug Impfstoff für jeden Bürger zu haben, egal welche Variante kommt.“, erläutert Karl Lauterbach.

Neue Corona-„Killervariante“: WHO und Virologen fordern, Menschen nicht zu verunsichern

Lauterbachs Aussagen zu einer möglichen Corona-Herbstwelle 2022* mit „Killervariante“ sehen Experten wie der Virologe Prof. Dr. Schmidt-Chanasit kritisch. Laut dem Norddeutschen Rundfunk (NDR) halte er die Prognose dieses unwissenschaftlichen Begriffs für ein eher unwahrscheinliches Szenario. Mittlerweile gebe es bereits eine breite Grundimmunisierung durch die Corona-Impfung und Genesen-Status durch Corona-Infektion in der deutschen Bevölkerung. Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gehe davon aus, dass Corona-Infektionen mit der Zeit zu schwächeren Krankheitsverläufen führen könnten. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

Auch interessant

Kommentare