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Keine Maskenpflicht in Schulen: Corona-Expertin schlägt deshalb Alarm

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Von: Jasmin Farah

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Die Corona-Fallzahlen haben ein Rekordhoch erreicht. Dennoch haben viele Bundesländer die Maskenpflicht in Schulen abgeschafft. Zum Leidwesen einer Ärztin.

England – Die vierte Coronawelle ist in vollem Gange. Doch trotz Rekord-Coronazahlen hofft Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) auf ein Ende der „epidemischen Lage“. Schon mehrmals hat er sich für ein Auslaufen der bundesweiten Ausnahmeregel am 25. November 2021 ausgesprochen.

Allerdings behält er sich vor, dass die Hygiene- und Abstandsregeln weiterhin befolgt werden sollten. In einigen Bundesländern ist hingegen schon vor einiger Zeit die Maskenpflicht in Schulen abgeschafft worden. Doch ist das sinnvoll? Eine britische Ärztin namens Nisreen Alwan meint: nein.

Keine Maskenpflicht in Schulen: Corona-Expertin schlägt deshalb Alarm

Stattdessen erklärt sie jetzt in einem Spiegel-Interview, wie riskant dieses Vorgehen ist. Erst kürzlich hat sie im „British Medical Journal“ einen dringlichen Appell verfasst, warum es so wichtig ist, auf die Kinder in der Pandemie zu achten*. Das gelte für sie auch jetzt, wo viele Erwachsene geimpft sind und die Corona-Maßnahmen lockerer nehmen: „Kinder werden nur ernst genommen, wenn sie den Erwachsenen als Übertragungsvektor gefährlich werden können“, fasst Alwan zusammen.

Eine Schülerin trägt eine Mund-Nasenbedeckung im Unterricht. (Symbolbild)
Die Corona-Fallzahlen steigen massiv. Soll die Maskenpflicht in Schulen bald wieder gelten? (Symbolbild) © Uwe Anspach/dpa

Auch wenn die Krankheitsverläufe bei Kindern oftmals milder verlaufen, bedeute das ihr zufolge nicht automatisch, dass diese nicht ebenso mit langfristigen Folgen einer Covid-19-Erkrankung kämpfen müssen. Demnach sind schon einige Fälle bekannt, die zeigen, dass auch die Kleinsten der Gesellschaft an Long Covid leiden können.

Maskenpflicht in Schulen: Britische Corona-Expertin schlägt deshalb Alarm

„Schätzungen zufolge haben in Großbritannien rund 11.000 Kinder mehr als ein Jahr nach ihrer Coronainfektion immer noch Beschwerden. Das beeinträchtigt ihre Ausbildung, ihr Sozialleben, ihre psychische Gesundheit, alles.“ Dennoch: „Es stimmt zwar, dass Long Covid bei Kindern seltener auftritt als bei Erwachsenen, wie häufig genau, ist noch unbekannt – aber wenn sich eine riesige Zahl an Kindern infiziert, dann trifft es am Ende auf jeden Fall viele“, warnt die Expertin.

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Daher rät die Ärztin dringend, die Corona-Maßnahmen auch in Schulen ernstzunehmen, damit diese den Winter offen bleiben können. Dazu gehöre ihrer Meinung nach auch das Maskentragen sowie „sehr häufiges Lüften oder Luftfilter, flächendeckende regelmäßige Tests und am besten auch Impfungen“. Denn: „Einfach die Augen zu verschließen und zu behaupten, Covid-19 sei für Kinder egal, ist keine Lösung“, schließt sie. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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