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Corona-Nachwirkungen: Welche Folgen eine Covid-19-Erkrankung für Sportler haben kann

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Von: Laura Knops

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Auch Freizeit- und Profisportler können unter den Nachwirkungen einer Covid-19-Erkrankung leiden, mahnen Mediziner. Die Gründe dafür sind bisher jedoch noch unklar.

Düsseldorf – Wer sich regelmäßig bewegt, lebt gesünder. Denn Sport stärkt nicht nur Muskulatur und Herz-Kreislauf, auch das Immunsystem profitiert von körperlicher Betätigung. Nach einer Infektion mit dem Coronavirus sollten jedoch auch Freizeit- und Profisportler zunächst vorsichtig sein. Denn schwerwiegende Nachwirkungen sind bei einer Covid-19-Infektion auch bei milden Verläufen nicht selten.

Coronavirus: Welche Folgen eine Infektion für Sportler haben kann

Junge Sportler und Sportprofis kann eine Covid-19-Erkrankung schwer treffen. Dabei handelt es sich keinesfalls um ein Risiko, dass nur bei schweren Verläufen auftritt. Milde Form des Virus ohne schwere Symptome können laut Forschern ebenfalls Nachwirkungen verursachen.

Bereits seit einiger Zeit ist bekannt, dass eine Infektion mit dem Coronavirus neben der Lunge, auch Herz, Blutgefäße und Nervensystem beeinträchtigen kann. Sind mehrere Organe gleichzeitig betroffen, können die Einschränkungen daher gravierend sein.

Coronavirus: Nicht vergleichbar mit Grippe

Corona ist mehr als nur eine Atemwegserkrankung, sie betrifft auch Herz und Nervensystem. Doch nur langsam verstehen Mediziner und Forscher was genau das bedeutet und was genau das Virus im Körper anrichten kann. Auch bei einem im Vergleich zu einer Grippe milden Verlauf ist laut Experten daher Vorsicht geboten.

„Der Unterschied zwischen der Grippe und Corona ist: Die Grippe befällt das Herz nicht so wirklich. Das gibt es auch mal. Bei Corona ist es aber so, dass die Herz-Beteiligung viel, viel häufiger ist, und deshalb muss man auch das eine von dem anderen trennen“, erklärt Prof. Dr. med. Martin Halle, Sportmediziner am Klinikum rechts der Isar in München gegenüber dem Bayrischen Rundfunk.

Coronavirus: Herzschädigungen auch bei leichtem Verlauf

Besonders tückisch: Die Entzündungsvorgänge im Herzen laufen oft über Tage und Wochen ab. Fühlen sich Betroffene nach der akuten Infektion dann wieder einigermaßen fit, bleibt das Herz geschädigt zurück. Darum ist besonders bei Leistungsportlern eine umfangreiche Nachsorge wichtig. Denn bevor es wieder ins Training geht, muss der Körper zu hundert Prozent leistungsfähig sein.

Coronavirus: Vorsichtig mit Sport beginnen

Auch viele junge Menschen mit einem leichten Verlauf scheinen noch längere Zeit nach ihrer Genesung mit den Folgen zu kämpfen zu haben. Wer nach einer Erkrankung mit Covid-19 wieder Sport treiben möchte, sollte daher unbedingt eine Schonzeit einplanen und es langsam angehen.

Prof. Dr. med. Heribert Schunkert, Direktor der Klinik für Erwachsenenkardiologie am Deutschen Herzzentrum München, rät ambitionierten Hobbysportlern nach einer Viruserkrankung zwei bis drei Wochen länger Pause zu machen als sonst üblich. „Man kann nicht abschätzen, ob der Körper schon fertig ist mit dieser Entzündung“, erklärt er im Interview mit dem Bayrischen Rundfunk. Wer zu früh wieder mit dem Sport beginnt, läuft Gefahr seine Organe mehr zu schädigen als zu trainieren. Zudem sollten sich Hobbysportler vom Hausarzt untersuchen lassen. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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