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Heuschnupfen oder doch Omikron? Experte erklärt, wie man die Symptome unterscheidet

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Von: Max Partelly

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Der Hals kratzt, die Nase läuft und man fragt sich: Habe ich mir Omikron eingefangen oder ist es doch nur Heuschnupfen? So lassen sich die Symptome unterscheiden.

Düsseldorf – Die Fallzahlen der Neuinfektionen mit dem Coronavirus steigen. Über Tage kommt es immer wieder zu Rekordwerten, während der Frühling in Deutschland die Temperaturen endlich nach oben treibt lässt. Omikron ist die vorherrschende Variante und zeigt sich gerne mit Erkältungssymptomen. Wer ein Kratzen im Hals spürt und wem die Nase läuft, denkt schnell an die Corona-Erkrankung.

Doch der Frühling ist auch die Zeit von Allergien und vor allem Heuschnupfen. Für den Laien können die Erkältungssymptome beider Beschwerden leicht zu verwechseln sein. Ein Experte gibt Tipps, wie man das eine vom anderen unterscheidet.

Omikron oder Heuschnupfen? Mit Delta war der Unterschied eindeutiger

Bevor Omikron die dominierende Variante war, ließ sich eine Corona-Erkrankung relativ leicht von Heuschnupfen unterscheiden. Dass sich Schnupfensymptome unter die beginnende Krankheit mischten, war bei dieser Corona-Mutation relativ selten. Bei Omikron zählt eine laufende Nase jedoch mitunter zu den häufigsten Symptomen, erklärt Medizinjournalist Dr. Christoph Specht gegenüber RTL: „Bei Delta war es relativ einfach, weil die laufende Nase relativ selten vorkam. Das ist bei einer Infektion mit Omikron ganz anders, da kommt ein Schnupfen sehr häufig vor und ist sogar eines der häufigsten Omikron-Symptome* überhaupt.“

Diejenigen, die schon des Öfteren Heuschnupfen hatten, kann Dr. Specht beruhigen. Sie dürften auch bei Omikron durchaus den Unterschied zwischen einer Erkrankung und einer allergischen Reaktion erkennen können. Wer selten oder gar noch nie Heuschnupfen hatte, der könne eventuell ins Zweifeln kommen, so der Medizinjournalist.

Eine Frau hält sich im Frühjahr den Kopf mit einem Taschentuch in der Hand. (Symbolbild)
Der Frühling ist auch die Zeit des Heuschnupfens. Seine Symptome können leicht mit einer Omikron-Variante verwechselt werden. (Symbolbild) © Iordache Magdalena/imago

Heuschnupfen oder doch Omikron-Symptome? Experte erklärt den Unterschied

Um den Unterschied zwischen Heuschnupfen und einer Omikron-Erkrankung erkennen zu können, muss man auf bestimmte Symptome achten, erklärt Dr. Specht: „Bei der Allergie zum Beispiel gibt es zwei Sachen, die häufig vorkommen, die aber bei Omikron so gut wie nie vorkommen: brennende Augen und das Jucken im Gaumen.“

Auch umgekehrt gibt es Symptome nach einer Ansteckung mit Omikron, die nur selten bei Heuschnupfen vorkommen. Wer sich schlapp fühlt, ständig müde ist, keinen Antrieb hat oder gar Gliederschmerzen hat, leidet in der Regel nicht nur an Heuschnupfen, so Dr. Specht. Diese Symptome sprächen deutlich eher für Omikron.

SymptomeHäufigkeit bei OmikronHäufigkeit bei Heuschnupfen
Brennende AugenSehr seltenOft
Jucken im GaumenSehr seltenOft
Schlappheit und ständige MüdigkeitOftSelten
GliederschmerzenManchmalSelten
Husten und Kratzen im HalsManchmalManchmal
FieberSeltenFast nie

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Vorsicht bei diesem Symptom: Husten kann sowohl bei Omikron als auch Heuschnupfen vorkommen

Da Omikron eher die oberen Atemwege befällt als die Lunge selbst, kann es ein Kratzen im Hals verursachen, das so auch bei Allergien beziehungsweise beim Heuschnupfen auftreten kann. Hier ist also nicht eindeutig zuzuordnen, ob es sich um Heuschnupfen oder um Omikron handelt, die einen Husten verursachen, meint Dr. Specht.

Ein Symptom, das zwar auch bei Omikron relativ selten auftritt, schließt Heuschnupfen jedoch quasi aus. Wer Fieber hat, der leidet mutmaßlich an mehr als nur an einer Allergie, wenngleich Fieber auch hier sehr selten auftritt. Wer sich unsicher ist, kann immer noch zum Schnelltest greifen. Sind Schnelltest und PCR-Test beide positiv, kann man sich sicher sein, dass es sich nicht doch nur um Heuschnupfen handelt. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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